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Hintergrundbild Epoche

Viele Frauen, wenige Männer


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Hier siehst du Männer, die aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurückkehren.
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Ein deutscher Kriegsheimkehrer, der sich über einen Anschlag an einem Baum über seine Angehörigen informieren will. Viele Heimkehrer mussten ihre Familien erst einmal finden.

Viele Frauen und wenige Männer

Nach dem Kriegsende lebten in ganz Deutschland 36,6 Millionen Frauen und nur 29,3 Millionen Männer. Auf 125 Frauen kamen damit 100 Männer. Ganz schlecht sah es bei den jüngeren Jahrgängen aus, denn die meisten Soldaten waren ja noch jung gewesen. Hier kamen auf 160 Frauen nur 100 Männer. Vier Millionen Frauen waren nach dem Krieg alleinstehend und viele davon Kriegerwitwen.

Viele Männer landeten in Kriegsgefangenschaft

3,2 Millionen deutsche Soldaten kamen in sowjetische Kriegsgefangenschaft. 3,8 Millionen in amerikanische, 3,7 in britische und 250 000 in französische Kriegsgefangenschaft. Im Jahr 1948 kehrten die letzten Kriegsgefangenen aus den westlichen Kriegsgefangenenlagern zurück. Bis 1956 dauerte die Kriegsgefangenschaft für manche deutsche Soldaten, die in der Sowjetunion in Gefangenenlagern saßen.

Viele Männer trugen die Spuren des Krieges mit sich

Manche Männer kehrten direkt nach dem Krieg heim, andere gerieten erst in Kriegsgefangenschaft und kamen erst Jahre später zurück. Viele waren körperlich versehrt, fast alle hatten psychische Schäden. Die Kriegserlebnisse hatten ihre Spuren hinterlassen. Und sie kehrten oft in eine Familie zurück, die eine lange Zeit ohne sie ausgekommen war. Sie begegneten ihren Ehefrauen, die unabhängig geworden waren. Die Frauen hatten sich und die Kinder durch den Krieg gebracht, sich selbst versorgt und überlebt. Viele Kinder waren ohne ihren Vater groß geworden, den sie vielleicht gar nicht richtig kannten und nur wenige Male, wenn überhaupt, gesehen hatten.

Viele Männer wurden für die Frauen zur Last

So wurden viele der heimgekehrten Männer für ihre Familien zu einer Last. Manche Frauen hatten mit ihrem Ehemann noch ein zusätzliches Kind zu versorgen. Viele Väter litten auch unter der Situation. Sie konnten ihre Familie nicht mehr ernähren, sie litten unter ihren Kriegserlebnissen und vielleicht hatten sie auch noch ein Arm oder Bein verloren oder konnten gar nicht mehr laufen. Arbeit gab es wenig, bezahlte Arbeit fast gar nicht und das Selbstwertgefühl vieler Väter litt darunter. Und auch die Mütter hatten es nicht leicht. Die Scheidungsraten in dieser Zeit waren sehr hoch. Oft mussten die älteren Kinder dann sehr viel Verantwortung übernehmen.



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