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Hintergrundbild Epoche

Das Grundgesetz


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Faksimile des Grundgesetzes von 1949, wie es jedes Mitglied des Parlamentarischen Rates erhielt (Exemplar von Theodor Heuss im Theodor-Heuss-Haus Stuttgart; Eigentum Familienarchiv Heuss).
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Verkündigungsformel des Grundgesetzes.

Das Grundgesetz ist die Verfassung der Bundesrepublik. Doch was regeln so eine Verfassung oder so ein Grundgesetz eigentlich?

Video: Verabschiedung des Grundgesetzes, 1949
Quelle: Deutsche Wochenschau

Tag des Grundgesetzes ist der 23. Mai

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. Mai 1949 von Bundeskanzler Konrad Adenauer verkündet. Deshalb gilt der 23. Mai als Tag des Grundgesetzes. Ein Grundgesetz regelt die Grundordnung eines Staates. Alle weiteren Gesetze bauen darauf auf und dürfen nicht im Gegensatz zum Grundgesetz stehen.

Warum Grundgesetz und nicht Verfassung?

In vielen anderen Ländern nennt man die wichtigste Regel für das Zusammenleben der Menschen im Staat "Verfassung". Doch in Deutschland heißt die Verfassung "Grundgesetz". Warum ist das so?

Wir schreiben ja das Jahr 1949, also ein Jahr, in dem die Teilung der beiden deutschen Staaten sich zwar abzeichnete, aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht endgültig war. Viele hofften auf eine baldige Vereinigung von Ost und West. Das stand sogar im "Vorwort" - der Präambel - des Grundgesetzes. Um den Charakter der Vorläufigkeit dieses Gesetzes zu unterstreichen, nannte man es Grundgesetz und nicht Verfassung. Eine Verfassung wurde für später geplant, wenn die beiden Staaten wieder vereint wären.

Was sagt uns das Grundgesetz?

Das Grundgesetz umfasst 14 Abschnitte und eben die Präambel. Die Grundrechte findest du im ersten Abschnitt des Grundgesetzes, weil sie ja am wichtigsten sind. Artikel 1 benennt die "Unantastbarkeit der Menschenwürde" und Artikel 3 die Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz.

"Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt [...] Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."

Das sind Worte, die aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland stammen, an das der deutsche Staat seit 1949 gebunden ist.


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