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Hintergrundbild Epoche

Die ersten Wahlen zum Bundestag


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Wahlplakat der CDU bei den ersten Wahlen.
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Die Verteilung der Mandate.
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Der Spitzenkandidat der SPD hieß Kurt Schumacher. Er führte die Opposition im Bundestag.

Schon im Sommer 1945 wurden die ersten Parteien in den Besatzungszonen wieder zugelassen. So bildeten sich Parteien, die es schon in der Weimarer Republik gegeben hatte, und es entstanden gleichzeitig neue Parteien. Die SPD gab es schon seit dem 19. Jahrhundert. Ihr Spitzenkandidat hieß Kurt Schumacher.  Die CDU/CSU wurde neu gegründet und von Konrad Adenauer angeführt.

Die ersten freien Wahlen seit 1932

Die ersten Wahlen fanden nur im Westen statt und zwar am 14. August 1949. Es waren nach den Landtagswahlen von 1946 die ersten freien Wahlen nach 1932 auf deutschem Boden. Wichtiges Thema dieser ersten Wahlen war die Wirtschaftspolitik. Die CDU bekannte sich zur "Sozialen Marktwirtschaft", während die SPD stärker auf den Eingriff des Staates bei wirtschaftlichen Maßnahmen setzte. 402 Abgeordnete standen zur Wahl. Die Wahlbeteiligung lag bei über 78 Prozent. Ein Ergebnis, das wir uns heute bei so mancher Wahl wünschen. Das Wahlergebnis sah folgendermaßen aus.
 
CDU/CSU: 31,0 %, 139 Mandate
SPD: 29,2 %, 131 Mandate
FDP: 11,9 %, 52 Mandate
Rest: 28,1 %, 80 Mandate
Der Stimmanteil für die übrigen Parteien verteilte sich wie folgt:
Kommunistische Partei Deutschlands (KPD): 5,7 %, 15 Mandate
Bayernpartei (BP): 4,2 %, 17 Mandate
Deutsche Partei (DP): 4,0 %, 17 Mandate
Zentrum: 3,1 %, 10 Mandate
Wiederaufbauvereinigung (WAV): 2,9 %, 12 Mandate
Deutsche Republikanische Partei (DRP): 1,6 %, 5 Mandate
Südschleswigscher Wählerverein (SSW): 0,3 %, 1 Mandat
Unabhängige: 4,8 %, 3 Mandate
Rest: 1,5 %, 0 Mandate

Die Verteilung siehst du gut auf der neben stehenden Grafik. Die CDU/CSU war damit als stärkste Partei mit 139 Mandaten aus den Wahlen hervorgegangen. Bei dieser Wahl zogen auch Parteien, deren Stimmenanteil unter 5 Prozent lag, in den Bundestag ein.

Der erste Bundestag

Am 15. September 1949 wurde der erste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland von den Abgeordneten des Bundestages gewählt. Von 402 Abgeordneten wählten 202 den Vorsitzenden der CDU Konrad Adenauer. Das war äußerst knapp, denn er hatte nur eine Stimme Mehrheit. Diese war wohl auch noch seine eigene, denn er hatte für sich selbst gestimmt.

Von 1949 bis 1963 sollte Adenauer Kanzler bleiben und diese Zeit mit seiner Politik prägen. Deshalb spricht man auch von einer "Ära Adenauer". Der Vorsitzende der SPD, Kurt Schumacher, führte mit der SPD die stärkste Oppositionsfraktion an.

Der Liberale Theodor Heuss wurde drei Tage zuvor, am 12. September 1949, zum ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

Die Aufgaben des ersten Bundestages waren nicht einfach zu lösen. Denn es ging zunächst darum, mit den Folgen von Krieg und Vertreibung klar zu kommen, gleichzeitig den Wiederaufbau eines Staates in Gang zu setzen, die Wirtschaft anzukurbeln und eine vernünftige Infrastruktur zu schaffen.

Bonn wurde 1949 neue Hauptstadt der Bundesrepublik.


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