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Hintergrundbild Epoche

Der Algerienkonflikt


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Barrikadenkrieg während des Algerienkrieges zwischen der algerischen Nationalbewegung FLN und Frankreich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen immer mehr Algerier Widerstand gegen die französischen Kolonialherren zu leisten. Politisch wurden sie nicht gleich behandelt und wirtschaftlich ging es ihnen sehr viel schlechter. Daraus entstanden großer Unmut und Hass. Es kam zu schweren Unruhen in den Städten, gegen die Frankreich mit aller Brutalität vorging. Dies führte unter anderem zu dem schrecklichen Massaker von Sétif, bei dem sehr viele Algerier von Franzosen getötet wurden. Dieses Massaker war eine der Voraussetzungen für den im Jahr 1954 ausbrechenden Algerienkrieg. Denn in der Folge leisteten immer mehr Algerier Widerstand gegen die französischen Besatzer.

Beginn des Krieges

Im November 1954 begann der Aufstand der Befreiungsbewegung in Algerien, auch FLN genannt, mit einer Reihe von Bombenanschlägen.  Später sollte dieser Tag Nationalfeiertag in Algerien werden. Ab 1956 wurde die FLN durch Marokko und Tunesien unterstützt, beide Länder hatten zuvor ihre Unabhängigkeit erreicht. Führender Kopf der Befreiungsbewegung war Ahmed Ben Bella. Immer mehr französische Soldaten kamen zum Einsatz, darunter auch Fallschirmjäger, die besonders brutal vorgingen. Dazu kamen viele Fremdenlegionäre. Das waren Soldaten, die gegen Bezahlung für die französische Regierung kämpften. Mittlerweile hatte sich auch die algerische Bevölkerung dem Befreiungskampf angeschlossen und wurde genauso von den Franzosen bekämpft. Viele Menschen wurden zwangsumgesiedelt, schrecklich gefoltert und getötet.

Diskussion in Frankreich

Auch in Frankreich selbst blieb dieser Krieg nicht ohne Widerhall. Ein Teil der Franzosen befürwortete die Unabhängigkeit Algeriens und forderte ein Ende dieses grausamen Krieges. In einem Referendum des Jahres 1961 stimmten fast 80 Prozent der Franzosen für einen  Rückzug aus Algerien. Doch die französischen Siedler in Algerien und vor allem deren Gemeinorganisation OAS betrieb weiter den Terror in dem afrikanischen Land und kämpfte im Untergrund.

Da der Terror immer schlimmer wurde und der Druck der Öffentlichkeit stärker, kam es dazu, dass der französische Präsident de Gaulle auf ein Ende der Kriegshandlungen hin arbeitete. Dies wiederum rief heftige Kritik bei den Algerien-Franzosen hervor. Trotz aller Kritik kam es im März 1962 zu den Verträgen von Évian, die einen Waffenstillstand mit der FLN und ein Referendum über die Unabhängigkeit Algeriens festlegten. Obwohl die OAS versuchte, das Vorhaben zu hintertreiben, entschieden sich über 90 Prozent der algerischen Bevölkerung für die Eigenständigkeit ihres Landes. Die schnell gebildete Regierung wurde kurz darauf von Frankreich, den USA und einigen arabischen Staaten als souveräne Vertretung Algeriens anerkannt. Der Krieg war zu Ende, die Aufarbeitung aber hatte noch lange nicht begonnen.


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