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Hintergrundbild Epoche

Die Ära Perón in Argentinien


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Der argentinische Präsident Perón auf einer Karikatur.
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Das Volk liebte die Ehefrau von Perón, Evita.

Die Peronisten waren die Anhänger von Juan Perón. Dieser setzte sich für die Bauern und die Arbeiter ein und sicherte ihnen eine arbeiterfreundliche Sozialpolitik zu. So wurde Juan Perón im Februar 1946 zum Regierungschef in Argentinien gewählt.

Karriere beim Militär

Schon vor seiner Wahl hatte Juan Perón Karriere beim Militär gemacht. Als Vorbilder dienten ihm die europäischen Diktatoren Franco in Spanien und Mussolini in Italien. Ab 1943 übernahm Juan Perón den Posten eines Arbeitsministers, Kriegsministers und Vizepräsidenten. Juan Perón setzte sich für die Rechte der Arbeiter ein. Allerdings war er ein heftiger Gegner des Kommunismus.

Seine Politik zeigte Erfolg, denn er stärkte die Gewerkschaften und verbesserte die sozialen Bedingungen der Arbeiter in Argentinien. So feierten viele Arbeiter Juan Perón als ihren Helden. Doch seine ehemaligen Unterstützer, die argentinischen Militärs, planten, ihn 1945 wieder loszuwerden. Dagegen demonstrierten die Arbeiter und forderten die Rückkehr Juan Peróns. So gelang es ihm, im Februar 1946 die freien Wahlen zu gewinnen und argentinischer Präsident zu werden. Damit begann die politische Bewegung des so genannten Peronismus in Argentinien, die bis heute noch wirkt.

Eva Duarte Perón als "Engel der Armen"

Doch Juan Perón war nicht alleine so erfolgreich. Zur Seite stand ihm seine zweite Ehefrau Eva Duarte Perón, oft auch nur Evita genannt. Sie kämpfte an der Seite ihres Mannes für die Rechte der Armen und wurde oft als "Engel der Armen" bezeichnet. Eva Duarte Perón setzte sich tatsächlich für bessere Lebensbedingungen der Arbeiter und auch für die Rechte der Frauen in Argentinien ein.

Erste Amtszeit Peróns 1946-1951

Die erste Amtszeit Peróns war sehr erfolgreich. Er verbesserte die Lebensbedingungen der Arbeiter und strebte danach, das in erster Linie landwirtschaftlich geprägte Argentinien zu einem Industriestaat zu machen. Doch wie sollte das funktionieren? So ganz genau wusste das auch Perón nicht, also musste er sich Hilfe holen. Und diese Hilfe erhoffte er in ehemaligen NS-Verbrechern zu finden, die mittlerweile aus Deutschland nach Argentinien geflohen waren. Auch prominente Nazis wie der SS-Arzt Joseph Mengele und Adolf Eichmann konnten unbehelligt in Argentinien Fuß fassen. Doch geholfen haben sie nicht.

Absetzung Peróns

Peróns Glücksstern sank mit dem frühen Tod seiner Frau Evita im Jahr 1952. Obwohl er 1951 wieder gewählt worden war, versuchte ihn das Militär 1955 loszuwerden und Perón floh nach Spanien. Seine Anhänger hatten ihn allesamt verlassen, auch die Arbeiter unterstützten ihn nicht mehr. Perón hatte mit seiner Sozialpolitik zwar Gutes getan, doch gleichzeitig den argentinischen Staat ruiniert. Nach seiner Flucht blieb sein Ziel die Rückkehr nach Argentinien. 1973 gelang ihm das und er wurde mittels freier Wahlen zum dritten Mal zum argentinischen Präsidenten gewählt.

Siehe auch: wie es weitergeht in Argentinien


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