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Hintergrundbild Epoche

Wann beginnt der "Kalte Krieg"?


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Abschlussfoto der Konferenz von Jalta (4. bis 11. Februar 1945) mit Winston Churchill, Franklin D. Roosevelt und Josef Stalin
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Die spätere Konferenz von Potsdam (17. Juli bis 2. August 1945) mit dem britischen Premierminister Attlee, dem amerikanischen Präsidenten Truman und Joseph Stalin.
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Die Politik des neuen amerikanischen Präsidenten Harry S. Truman unterschied sich von der seines Vorgängers Franklin D. Roosevelt.

Wann alles begann: die Historiker streiten sich

Wann der Kalte Krieg nun genau begann, darüber streiten die Historiker. Die einen halten den Sieg über das nationalsozialistische Deutschland im Mai 1945 für den Beginn des Kalten Krieges. Ein anderer Teil setzt ein früheres Datum an.

Wer hatte Schuld am Kalten Krieg?

Warum ist diese Frage so wichtig? Bei dieser Diskussion ging und geht es auch irgendwie immer darum, wer nun größere Schuld an der Unversöhnlichkeit der verschiedenen Weltanschauungen hatte. Der Westen oder der Osten? Mittlerweile sind wieder eine größere Anzahl von Historikern der Meinung, Stalin hätte eine Öffnung Richtung Westen nie zugelassen. Von daher sei die strenge Abgrenzungspolitik des Westens gegenüber dem Osten richtig gewesen. Ob das nun der Wahrheit entspricht, wissen wir nicht. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo  in der Mitte.

Ein gemeinsames Ziel

Obwohl sich während des Zweiten Weltkrieges die Anti-Hitler-Koalition zwischen Churchill, Roosevelt und Stalin auf ein gemeinsames Ziel geeinigt hatte, den Sieg über Hitler-Deutschland, tauchten schon erste Spannungen auf. Doch diese Spannungen traten noch nicht offen zutage und zeigten sich erst nach der deutschen Niederlage deutlich. Unterschwellig gab es allerdings schon vor Kriegsende Konflikte zwischen dem sowjetischen Diktator Stalin und den westlichen Mächten, den USA, Frankreich und Großbritannien. Doch der Sieg über Hitler hatte oberste Dringlichkeit, darin waren sich alle einig und dieses Ziel schweißte die Koalition zusammen.

Doch auch bei den Alliierten herrschte keine Einigkeit über den Umgang mit Stalin. Der amtierende amerikanische Präsident Roosevelt setzte alles daran, mit der Sowjetunion nach dem Krieg zusammen zu arbeiten, koste es was es wolle.

Der "Eiserne Vorhang"

Anders der britische Premierminister Churchill, der den amerikanischen Präsidenten vor Stalin warnte und schon im März 1946 von einem Eisernen Vorhang zwischen Ost und West sprach, der über den Kontinent heruntergegangen sei, so Churchill wörtlich. In der Folge entfernten sich die Westmächte immer weiter vom Standpunkt Roosevelts. Nach dessen Tod im April 1945 verfolgte sein Nachfolger, Harry S. Truman, eine andere Politik.  Trumans Blick auf Stalin blieb äußerst kritisch und er sprach folgende Worte:
"Wenn man mit Russland nicht eine deutliche Sprache spricht und ihm nicht mit eiserner Faust entgegentritt, ist der nächste Konflikt in Sicht. Ich bin es leid, die Sowjets weiter zu hätscheln".

Diese Sicht des amerikanischen Präsidenten prägte in Folge auch die amerikanische Poiltik.

Der Westen plante seinen eigenen Machtbereich zu stabilisieren und die Russen strebten ebenfalls nach einer Ausdehnung ihres Einflussbereiches. Somit war der "Kalte Krieg" war schon vorprogrammiert.


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