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Hintergrundbild Epoche

Die Antibabypille


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In den verschiedensten Verpackungen kam „die Pille“ auf den Markt.
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Auf dieser Grafik sieht man sehr gut den Knick, den die Geburtenrate nach unten macht. Dies nennt man den „Pillenknick“. Ab Mitte der 60er Jahre wurden immer weniger Kinder geboren.

Wenige Erfindungen sollten das Leben von Frauen so verändern, wie die Erfindung der Antibabypille. Mit diesem Medikament kann eine Schwangerschaft verhindert werden. Die Basis dieser Pille war eine einfache Erkenntnis: eine schwangere Frau konnte nicht noch einmal schwanger werden. Denn der weibliche Körper schüttete ein bestimmtes Hormon aus - das Progesteron - das dies zu verhindern weiß.

Tests an Ratten

Zunächst wurde die Wirkung dieses Hormons an Ratten getestet. Sie bekamen Progesteron, also genau dieses Hormon, das eine Schwangerschaft anzeigen soll, verabreicht. Das passierte im Jahr 1951. Einige Jahre später testete man dieses Mittel auch an Menschen. Das funktionierte zwar, hatte allerdings für die Frauen, die das Mittel einnahmen, erhebliche Nebenwirkungen.

Ab 1960 kam "die Pille" auf den Markt

Dennoch kam der Wirkstoff ein Jahr später zunächst auf den amerikanischen Markt. Ab 1960 nannte er sich dann "Antibabypille", auch oft nur als "Pille" abgekürzt. Diese Pille wurde zum einem der größten Erfolge der Pharmaindustrie, also der Industrie, die Medikamente herstellt. Auch wenn noch einige Veränderungen und Verbesserungen am Ursprungsmedikament nötig wurden, die "Pille" hatte sich durchgesetzt und wurde verkauft und verbreitet.

Frauen konnten selbst entscheiden

Die Folgen waren schwerwiegend. Frauen besaßen nun ein Mittel, Schwangerschaften wirkungsvoll zu verhüten und konnten selbst über ihren Körper entscheiden. Sie waren weniger abhängig und in vielen ihrer Handlungen freier. Wer kein Kind wünschte, konnte dies verhindern. In Deutschland wurde die Pille allerdings zunächst nur verheirateten Frauen verschrieben.

Weniger Geburten waren die Folge

Es kamen in der Folge auch wesentlich weniger Kinder auf die Welt, vor allem weniger nicht gewünschte Kinder. So hatte die Pille eine positive Wirkung auf die Freiheit und Selbstbestimmung der Frauen. Allerdings war dies zugleich der Beginn einer veränderten Gesellschaftsstruktur, die wir heute schon deutlich zu spüren bekommen. Es gibt wesentlich weniger Kinder und sehr viel weniger junge Menschen, die für die Älteren sorgen können. Dafür werden die Älteren immer älter. Die Erfindung der Pille hatte ihren Anteil daran.

Was ist der "Pillenknick"?

Man spricht auch von einem so genannten "Pillenknick". Dies bedeutet, dass seit der Einführung der Pille die Zahl der Neugeborenen erheblich zurückging. In Statistiken sieht man das gut. Hier findet sich Mitte der 60er Jahre ein Knick und die Zahl der Kinder wird deutlich geringer. Dies siehst du auch auf der nebenstehenden Grafik. 


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