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Hintergrundbild Epoche

Siegeszug des Flimmerkastens


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Eine Familie vor dem Fernsehapparat. Erst ab Beginn der 50er Jahre war dies wieder möglich.
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Einen solchen Farbfernseher gab es erst in den 60er Jahren, dieser stammt aus dem Jahr 1967.

Ein Luxus für wenige

In der DDR war man schneller: Am 21. Dezember 1952, der Tag, an dem der sowjetische Diktator Stalin seinen Geburtstag feierte, wurde dort der Fernsehbetrieb aufgenommen. Nur vier Tage später, am ersten Weihnachtsfeiertag 1952, saßen auch die deutschen Bundesbürger vor den Fernsehapparaten der Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands, was man der Einfachheit halber mit ARD abkürzte. Gezeigt wurde ein Fernsehspiel. Doch zu diesem Zeitpunkt schauten nur wenige Menschen zu, ein Apparat kostete circa 1000 Mark. Somit war der Fernsehapparat ein Luxusgut, das sich kaum jemand wirklich leisten konnte. Auch die Sendezeit war beschränkt, zu Beginn auf drei Stunden täglich.

Was schauten die Menschen?

Im Juni 1953 wurde die britische Königin Elisabeth II. gekrönt. Dieses Ereignis war etwas ganz Besonderes und wurde nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Deutschland live übertragen. Doch so viele Leute konnten auch da noch gar nicht zuschauen. 1955 gab es etwa 100 000 Apparate in Deutschland. Zwei Jahre später waren es allerdings zehnmal soviel, also eine Million. Bis 1959 hatte sich die Zahl noch einmal verdoppelt auf zwei Millionen und im Jahr 1964 standen sieben Millionen Apparate in den deutschen Wohnzimmern.

Es gab nur ein Programm

Bis zum Jahr 1963 gab es übrigens nur ein Fernsehprogramm, nämlich das der ARD. Nachdem zu Beginn nur circa drei Stunden am Tag gesendet wurde, weitete sich die Sendezeit bis Ende der 50er Jahre auf fünf Stunden täglich aus. Einer der Höhepunkte war die Fußballweltmeisterschaft von 1954, dem Jahr, in dem Deutschland Fußballweltmeister wurde, was nun alle auch live am Bildschirm mitverfolgen konnten.

Ab 1954 gab es die ersten Kabelfernbedienungen, ja richtig, diese hingen tatsächlich an einem Kabel. Die Technik wurde verbessert und Ende der 50er Jahre dachte man dann schon an ein zweites Fernsehprogramm. In Amerika gab es übrigens schon ab 1954 farbiges Fernsehen, in Deutschland dauerte der Einzug der farbigen Bilder zehn Jahre länger.


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