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Hintergrundbild Epoche

Die Rollermobile: ohne Auto-Führerschein "Auto" fahren


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Eine BMW Isetta 250 aus dem Jahr 1958.
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Eine Isetta von vorne.
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Erste Fahrt im neuen Goggomobil
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An der Tankstelle, 1960

Isetta

Die Isetta war ein Kind der 50er Jahre, denn das lustige Gefährt wurde tatsächlich nur in der Zeit von 1955 bis 1962 gebaut. Es war ein Zwischending zwischen einem Auto und einem Motorrad.

Wenige Autos nach dem Krieg

Nach dem Krieg gab es nur wenige Autos. Während des Zweiten Weltkrieges hatte man die Autoproduktion voll auf Militärfahrzeuge und Rüstungsgüter umgestellt. Viele Autowerke waren im Krieg zerstört worden und so dauerte es eine ganze Weile, bis die großen Autofirmen ihre Produktion wieder aufnehmen konnten. Doch musste es auch erst einmal Käufer geben. Leute, die sich ein Auto leisten konnten, waren in der Zeit nach dem Krieg selten. Auch fehlte vielen ein Autoführerschein und so einen Führerschein zu machen, war teuer. Wozu auch? Konnte man sich ein Auto, wie zum Beispiel den Volkswagen sowieso nicht leisten.

Zweiräder waren beliebt

So stieg man auf Zweiräder mit Motor um, denn auch mit diesen Gefährten gelangte man schnell von Punkt A nach Punkt B. Die Firma BMW baute einen solchen Motorroller, das Modell Isetta 250, ein so genanntes Rollermobil, also ein Roller, aber auch irgendwie ein Auto. Dieses Fahrzeug hatte Erfolg in Deutschland, wurde aber auch ins Ausland geliefert. Die Isetta wurde zwar weiter entwickelt und auch verbessert, blieb aber bis zur Einstellung der Produktion dem Erstlingsmodell ziemlich ähnlich. Oft wird die Isetta als Beispiel für das so genannte Wirtschaftswunder genannt.

Isetta und Goggomobil

Die Isetta wurde von den Verkaufszahlen her noch vom Goggomobil der Firma Glas GmbH übertroffen. Auch hierbei handelte es sich um ein Rollermobil, das in der Zeit von 1955 bis 1969 gebaut wurde. Das Goggomobil sah dann schon sehr viel mehr wie ein Auto aus. Doch auch für das Fahren eines Goggomobils brauchte man noch keinen Autoführerschein, der Rollerschein genügte aus. Natürlich blieb es auch hier nicht beim Ursprungsmodell, es wurden weitere Varianten gebaut und das Rollermobil mit der Zeit immer komfortabler.  So gab es Goggomobile sogar als Cabrios, also Autos, bei denen man das Dach durch Zurückklappen öffnen kann.

Mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Welle

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