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Hintergrundbild Epoche

Ein Wagen für alle: der Volkswagen


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Bei diesem Käfer mit dem Baujahr 1950 siehst du noch sehr gut die zweigeteilte Heckscheibe. Es handelt sich also um einen Brezelkäfer.
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Dieses Modell ist circa zehn Jahre älter, die Heckscheibe ist eckig.
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Auch der Käfer Cabrio war äußerst beliebt. Hier im Urlaub 1954.
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Bald war der Käfer aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Dieses Foto aus der Innenstadt von Karlsruhe stammt aus dem Jahr 1961.

Während Isetta und Goggomobil ihre Käufer fanden und vor allem zu Beginn der 50er Jahre oft der erste Schritt überhaupt zum eigenen Wagen war, stiegen mit der Zeit die Ansprüche. Als die Löhne stiegen, konnte sich der ein oder andere dann auch schon etwas "Größeres" leisten.

Der VW-Käfer für alle

Zum Beispiel einen VW-Käfer oder einen Ford Taunus. Wobei die Bezeichnung "Käfer" erst später in den 60er Jahren eingeführt wurde, bis dahin hieß es einfach VW - also Volkswagen - und außer der Busvariante gab es zu diesem Zeitpunkt auch noch keine weiteren VW-Modelle.  Dieses Modell - eben unser Käfer - wurde auch ins Ausland geliefert und entwickelte sich dort zu einem Erfolgsmodell. Der Käfer war billig und sparsam, also ganz anders als die amerikanischen Straßenkreuzer, die allerdings auch ihre Fans fanden, nicht nur in den USA.

Der Brezelkäfer - ein Erfolg

Der Erfolg des Käfers hatte seine Anfänge schon kurz nach dem Krieg. Standort für die Käferproduktion war die Stadt Wolfsburg. Der erste Käfer lief schon 1946 vom Band. Man nannte ihn auch Brezelkäfer, weil die Heckscheibe getrennt war und ein bisschen an eine Brezel erinnerte. Knapp zehn Jahre später waren schon eine Million Käfer gebaut geworden und kein Auto stand so als Symbol für das deutsche Wirtschaftswunder wie der VW-Käfer. 1953 verabschiedete man sich vom Brezelkäfer und die Rückscheibe wurde durch ein ovales Fenster, das nicht mehr geteilt war, ersetzt, wenige Jahre später wurde das Fenster rechteckig.

Ständige Verbesserungen

Überhaupt veränderte man die Käfermodelle, verbesserte sie und entwickelte das Auto auch technisch weiter. Wenn man die ersten und die letzten Käfermodelle vergleicht, so wurde das Ursprungsmodell aber irgendwie doch beibehalten. Lange Zeit war der Käfer das am meisten verkaufte Auto weltweit. Überholt wurde der Käfer erst durch ein weiteres Modell aus dem Hause Volkswagen, dem VW Golf. Aber das war erst sehr viel später.

Das Auto wurde zum wichtigen Statussymbol

Das Auto hatte in den 50er Jahren an Bedeutung gewonnen und wurde im Laufe der Zeit zu einem wichtigen Statussymbol. Mit einem Auto wollte man zeigen, wie weit man es gebracht hatte. Auch ein kleines Auto machte in den 50er Jahren etwas her. Die meisten hatten - trotz der Zuwachsraten - ja noch gar kein Auto, fuhren Fahrrad oder Motorrad oder nutzten die öffentlichen Verkehrsmittel.

Die Automobilindustrie wurde zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor

So entwickelte sich in Deutschland die Automobilindustrie zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. 1951 waren in Deutschland 716 000 Autos zugelassen und 1961 fuhren es schon weit über fünf Millionen Autos auf Deutschlands Straßen. 1952 wurden in der Bundesrepublik circa 300 000 Autos pro Jahr gebaut, 1954 waren es schon 560 000. Damit lag Deutschland bei den Autoverkäufen an dritter Stelle hinter den USA und Großbritannien. Und diese Zahl stieg Jahr für Jahr.


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