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Hintergrundbild Epoche

Die Weltausstellung und ein Atomium


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Der sowjetische Pavillon auf der Weltausstellung 1958.
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Le Corbusiers „elektronisches Gedicht“ war der umstrittenste Pavillon auf der Weltausstellung 1958.

Am 17. April 1958 fand in Brüssel die erste Weltausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Die Atomenergie und die Weltraumtechnologie standen hier im Mittelpunkt der Ausstellung. 51 Nationen nahmen an dieser Ausstellung teil.

Das Modell eines Atoms war Symbol für die Weltausstellung in Brüssel

Die Weltausstellung wurde unter dem Motto "Bilanz der Welt - für eine menschlichere Welt" eröffnet.  Das Atomium - ein Gebäude in der Form eines hundertmilliardenfach vergrößerten Eisenmoleküls mit kristalliner Struktur - wurde zum Wahrzeichen der Brüssler Weltausstellung im Jahr 1958. 110 Meter war es hoch. Das Atom wurde zum Symbol des Fortschritts überhaupt. Die Kernspaltung sollte die Energieversorgung der Menschheit für die Zukunft sichern und dies wurde auf dieser Weltausstellung entsprechend gefeiert.

Doch die tödliche Gefahr war die andere Seite

Doch die Kehrseite der Medaille war die militärische Nutzung der gewaltigen Energien, deren Folgen man mittlerweile kannte und deren tödlicher Gefahr sich viele Menschen bewusst waren. Auch wenn diese Ausstellung eigentlich den Menschen in Mittelpunkt stellen wollte, vergaßen die meisten Aussteller, auf die negativen Folgen vieler technischer Errungenschaften hinzuweisen. 

Glaube an den menschlichen Fortschritt

Denn die Ausstellung, die bis zum 19. Oktober dauerte, stand noch weitgehend unter dem Zeichen des ungebremsten Glaubens an den technischen Fortschritt. Wie immer bei Weltausstellungen präsentierten sich die verschiedenen Nationen in so genannten Pavillons, in denen die neuesten technischen Errungenschaften vorgestellt wurden. Vor allem die Sowjetunion wollte ihre Überlegenheit in technischer Hinsicht unter Beweis stellen. So bildete man nicht nur den ersten Erdsatelliten Sputnik 1 nach, sondern zeigte auch das Plexiglasmodell einer Mondrakete.

Die Amerikaner zeigten sich wiederum führend bei der Präsentation elektronischer Geräte. Eine Besonderheit dieser Weltausstellung war auch der vom berühmten Architekten Le Corbusier entworfene Zeltpavillon der Firma Philips.


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