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Hintergrundbild Epoche

Was passiert auf dem Bikini-Atoll?


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Das Bikini-Atoll wirkt wie ein Paradies.
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Satellitenfoto aus dem All: Blick von oben aufs Bikini-Atoll.
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Das Bikini-Atoll hat bei der Namensgebung unseres Bikinis Pate gestanden. Der berühmte und beliebte zweiteilige Badeanzug ist aus keinem Kleiderschrank mehr wegzudenken. Doch die Geschichte des Bikini-Atolls ist eigentlich eine ganz traurige.

Bikini ist ein kleines Atoll im Pazifischen Ozean. Es liegt im nördlichen Teil der Marshallinseln, das sind circa 1000 kleine flache Inseln, zu denen 34 Atolle zählen. So stellen wir uns vielleicht ein bisschen das Paradies vor: Sonne, weißer Strand und blaues Meer - wie aus einem Urlaubskatalog. Doch dieses Idyll wurde im Juni 1946 zerstört, denn die Vereinigten Staaten hatten diese Insel für Versuche mit der Atombombe gewählt. Und dies blieb nicht ohne Folgen für die Umwelt und die Bewohner dieser Region.

Die Menschen wurden "umgesiedelt"

Die Menschen, die hier lebten, lebten sehr einfach und ernährten sich von dem, was auf der Insel wuchs oder was sie dem Meer abringen konnten. Es waren 167 Einwohner, die die Bikini- und benachbarten Enyu-Insel bewohnten. Und diese mussten ihre Inseln verlassen, da die Amerikaner dieses abgelegte Paradies erwählt hatten, um ihre Atom- und später auch Wasserstoffbomben zu testen. Hier wehrte sich niemand. Wer wusste schon, wo dieses Bikini-Atoll lag? Es war weit entfernt genug von den Vereinigten Staaten.  Die Insel wurde zu einer wichtigen Militärbasis umgebaut.

Die Idylle trog

So idyllisch wie auf dem linken Foto kannst du dir dieses Atoll vorstellen. Hier explodierte am 30. Juni 1946 die erste amerikanische Atombombe in der Südsee. Sie besaß eine Sprengkraft von 23 Kilotonnen und war der Beginn einer Reihe von Atomtests. Bis zum Jahr 1958 wurden hier 21 Wasserstoffbomben getestet. Eine davon war tausendfach stärker als die Bombe, die auf Hiroshima fiel.

Bei den Versuchen wollte man auch herausfinden, welche Auswirkungen die Vernichtungskraft der Bomben auf Schiffe und Lebewesen hatten. Deshalb kamen ausgemusterte Kriegsschiffe zum Einsatz und eine ganze Menge von Tieren, die der Strahlung ausgesetzt wurden. Man spricht von über 5000 Ratten, Ziegen und Schweinen.

Die umgesiedelten Einwohner wollte man Anfang der 70er Jahre wieder in ihre Heimat zurückschicken, doch die Radioaktivität war so stark, dass man von diesem Vorhaben wieder abkam.



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