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Hintergrundbild Epoche

Fußball-Weltmeister 1974!


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Die Maskottchen der WM '74 Tip und Tap auf einem Bus.
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Finale: Deutschland gegen die Niederlande. Johannes Cruyff (Niederlande, Mitte) setzt sich hier gegen die beiden BRD-Spieler Berti Vogts (2.von links) und Uli Hoeness (rechts) durch.

1966 hatte die Bundesrepublik den Zuschlag erhalten, die Fußball-Weltmeisterschaft auszurichten. Im gleichen Jahr war die Entscheidung gefallen, die Olympischen Spiele 1972 in München auszutragen. Damit war Deutschland erstmals nach Ende des Zweiten Weltkriegs wieder Ausrichter internationaler Sportwettkämpfe, und dies sogar in kurzer Zeit hintereinander.

Der Bundestrainer

Fußball-Bundestrainer war seit 1964 Helmut Schön. Der Gewinn der Fußball-WM war sein größter Erfolg. Zuvor war er schon Europameister 1972 geworden, außerdem 1966 Vizeweltmeister und 1970 Dritter bei der WM. Unter Schön entwickelten sich junge Spieler wie Franz Beckenbauer, Wolfgang Overath, Günter Netzer, Sepp Maier und Gerd Müller zu Spitzenspielern.

Eröffnung

Bundespräsident Heinemann eröffnete die WM, die die 10. Fußball-Weltmeisterschaft war, mit den Worten: "Ein herzliches Willkommen den vielen tausend Gästen aus allen Erdteilen, die zur Fußball-Weltmeisterschaft in die Bundesrepublik Deutschland gekommen sind. Ich hoffe, dass die Spiele der X. Fußball-Weltmeisterschaft Spiele der Freundschaft und der Fairness sein werden. Die Spiele der X. Fußball-Weltmeisterschaft sind eröffnet."

Zwei Finalrunden

Erstmals spielte man bei dieser WM in zwei Finalrunden. Man wollte vermeiden, dass ein Favorit früh ausschied, wie es im K.o.-System passieren konnte. Außerdem gab es so mehr Spiele und damit mehr Einnahmen. Allerdings behielt man dieses System nur 1978 in Argentinien bei, 1982 in Spanien gab es eine Zwischenlösung, seit 1986 wird wieder im K.o.-System gespielt.

Gegen die DDR

Die Bundesrepublik spielte in Gruppe I - und damit gegen die DDR. Das erste und einzige Fußballländerspiel der Bundesrepublik gegen die DDR fand am 22. Juni 1974 statt und endete mit einem 1:0-Sieg der DDR, die sogar Gruppensieger wurde, allerdings in der zweiten Finalrunde ausschied.

Finale

Im Finale setzte sich die Bundesrepublik gegen die Niederlande mit 2:1 durch und wurde so zum zweiten Mal nach 1954 Weltmeister. Dabei hatten die Niederlande schon ab der 2. Minute durch einen Foulelfmeter geführt. Die beiden Tore für Deutschland schossen Paul Breitner (ebenfalls durch Foulelfmeter) und Gerd Müller. Zum Weltmeisterteam gehörten (u. a.) auch Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Horst-Dieter Höttges, Georg Schwarzenbeck, Berti Vogts, Rainer Bonhof, Uli Hoeneß, Günter Netzer, Wolfgang Overath, Jürgen Grabowski, Jupp Heynckes und Bernd Hölzenbein.

Prämie

Jeder Spieler erhielt nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 60.000 DM und einen VW-Käfer. Um die Höhe der Gewinnprämie hatte es zuvor heftige Auseinandersetzungen gegeben.


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