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Hintergrundbild Epoche

Bunt, wild gemustert und Hosen mit Schlag - die 70er Jahre


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Das Mädchen trägt eine Schlaghose, ihr Vater Anzughose und Rollkragenpulli.
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Schick gemacht zur Konfirmation 1976
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Frau mit Schlaghose und Plateauschuhen

Die 1970er Jahre waren bunte Zeiten. Nach all dem Grau der Nachkriegszeit setzten sich nun wilde Muster und farbenprächtige Kleidungsstücke durch.

Schlaghose und Hot Pants

Hosen waren nun oben eng geschnitten, ab dem Knie verbreiterten sie sich trichterförmig. Die Hosenbeine schlugen beim Gehen dann aneinander. Zum immer noch modischen Minirock gesellten sich die Hot Pants: sehr enge und hoch geschnittene kurze Hosen. Doch auch "Midi" und "Maxi" wurden getragen - die Rocklänge variierte je nach Geschmack. Wichtiges Utensil im Sommer wurde die übergroße Sonnenbrille. Ebenfalls sehr betont wurden Gürtel.

Plateauschuhe

Hoch hinauf ging es nun auf den Schuhen, die in Mode kamen. Sie besaßen nämlich auch vorne eine Erhöhung der Sohle. Manchmal war diese sogar 10 cm hoch. Besonders bequem zum Laufen waren diese Schuhe nicht...

Protest der Jugend: Gammellook

Junge Leute ließen sich die Haare wachsen, trugen Jeans und alte Bundeswehrparkas. Mädchen liebten flatternde Indienkleider und gerne kaufte man Second Hand ein, also gebrauchte Kleidung. Ältere Leute nannten die jungen Menschen nun Gammler. Diese Bezeichnung prägte eine ganze Generation.

Die Eltern

Doch sogar die Väter wurden lockerer: Statt eines Hemds zur Anzughose war nun auch der eng anliegende Rollkragenpullover tragbar. Wurde eine Krawatte getragen, musste sie breit sein und möglichst bunt gemustert sein. Ende der 70er Jahre kamen Cordhosen mehr und mehr in Mode. Die Mütter hingegen liebten Pelzmäntel und -jacken. Im Trend waren auch Kopftücher.

Schwitzen in Polyester - neue Stoffe setzen sich durch

Kunstfasern gab es schon seit den 1930er Jahren, doch nun setzten sie sich immer mehr durch. Da man die neue Faser nicht mir Naturfasern wie Baumwolle mischte, besaßen Pullover oder Hemden nun aber die Eigenschaft, dass man ziemlich in ihnen schwitzte. 100 % Polyester - nicht gerade angenehm. Bei Kindern und Jugendlichen wesentlich beliebter war darum Nicki. So wurde ein samtig weicher Stoff genannt und nach ihm auch die Pullover daraus.

Selbst ist die Frau

Modern wurde es nun wieder, sich Kleider selbst zu schneidern. Zeitschriften mit Schnittmustern wurden zum Renner. Oder man häkelte sich kleine Westen und strickte Pullunder.

Disco-Glitzer

Ende der 70er Jahre kam das Discofieber auf. Im Kino lief "Saturday Night Fever" mit John Travolta. Hautenge Anzüge, Glitzer und Glitter wurden nun abends angezogen.


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