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Hintergrundbild Epoche

Musik im Fernsehen - auch für junge Leute!


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Dieter Thomas Heck moderierte die ZDF-Hitparade
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Ilja Richter
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Das Logo des "Musikladen"

Musik aus dem Fernseher! Endlich konnte man seine Lieblingssänger nicht nur auf Schallplatte oder im Radio hören, sondern auch sehen!

Musik aus Studio B (1961-1976)

Eine der ersten Musiksendungen war "Musik aus Studio B". Hier gab es deutsche Schlager. Moderiert wurde die Sendung von Chris Howland, einem Briten mit dem Spitznamen "Mr. Pumpernickel". Er war schon aus dem Radio bekannt. Man fürchtete im Fernsehen, den Anschluss zu verlieren und so wurde die Sendung 1961 aus der Taufe gehoben. Sie lief sieben bis acht Mal im Jahr, ab 1969 bis zu ihrem Ende 1976 von wechselnden Moderatoren präsentiert. Hier sang Manuela "Schuld war nur der Bossanova" oder Ralph Bendix gab den "Babysitter Boogie" zum besten. Gesungen wurde ausschließlich auf Deutsch.

Beat Club (1965-1972)

Die erste Sendung, in der englischsprachige Interpreten auftraten, war der Beat-Club. Er richtete sich direkt an ein jugendliches Publikum - auch das war neu! Gesendet wurde am Samstagnachmittag. Die Moderatorin war Uschi Nerke. Von Mal zu Mal wurde die Sendung wilder und lauter, die Männer hatten immer längere Haare und Uschi Nerke immer knappere Outfits. Zu den Auftritten sah man zudem tanzende Jugendliche. Die Eltern lehnten die Sendung ab, die Jugendlichen liebten sie!

ZDF-Hitparade (1969-2000)

Die "Hitparade" brachte den deutschen Schlager zu neuer Publikumsgunst. Das funktionale Studio, die Nähe der Sänger zum anwesenden Publikum und der Moderator Dieter Thomas Heck verhalfen der Sendung schnell zum Erfolg. Neu war auch, dass live gesungen wurde, wobei die Musik vom Band kam - in den bisherigen Sendungen wurde nur Playback gesungen.

Am Ende des Titels wurde jeweils die Autogrammadresse des Interpreten eingeblendet. Die Zuschauer stimmten über die Titel ab, zunächst per Postkarte, ab 1982 per Telefon, den sogenannten TED. Die ersten drei Plätze waren in der nächsten Sendung wieder zu sehen, aber insgesamt maximal drei Mal. Heck war bekannt für sein schnelles Sprechen, das er insbesondere beim Abspann der Sendung immer wieder unter Beweis stellte.

Ab etwa 1979 wurde die Sendung offener und schließlich traten auch viele Interpreten der Neuen Deutschen Welle in der Hitparade auf. So wurde die Sendung für viele Jugendliche wieder interessant. Allerdings gab es zunehmend in den 80er Jahren auch Bands, die in der als spießig angesehenen Hitparade nicht mehr auftreten wollten.

disco (1971-1982)

Als Konkurrenz zum Beat-Club hatte es das ZDF mit "4-3-2-1 Hot & Sweet" versucht, doch das kam nicht so wirklich an. Mit "disco" landete das ZDF dann aber 1971 einen Treffer. Moderator war Ilja Richter, der schon in der Vorgängersendung dabei und 1971 gerade 18 Jahre alt war. Die Sendung wurde jeweils mit der aktuellen Jahreszahl präsentiert, also z. B. "disco '77".

Ilja Richter trat stets korrekt gekleidet im Sakko auf. Er begrüßte das Publikum immer mit: "Einen wunderschönen guten Abend, meine Damen und Herren! Hallo Freunde!". Im Studio antworteten darauf die Zuschauer "Hallo Ilja!". Zwischen den Musikbeiträgen gab es Sketche, viele davon mit Ilja Richter selbst. Die Musikrichtungen waren breit gefächert, es gab neben Pop- und Rock-Musik auch Schlager.

Bei einem Quiz konnte als Hauptpreis jeweils ein Besuch in der nächsten Sendung gewonnen werden. Kultstatus erreichte bald sein Spruch in jeder Sendung: "Licht aus! Whoom! Spot an! Jaaa …!", mit dem der Gewinner des letzten Quiz begrüßt wurde.

Musikladen (1972-1984)

Direkter Nachfolger des Beat-Club in der ARD wurde der "Musikladen". An die Seite von Uschi Nerke wurde Manfred Sexauer gestellt, der später auch allein moderierte. Bekannt war die ab 1977 verwendete Titelmelodie "A Touch of Velvet", wozu man leicht bekleidete GoGo-Tänzerinnen sah.



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