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Hintergrundbild Epoche

Die Gruppe 61


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Günter Wallraff (hier 2007)

1961 gründeten mehrere Schriftsteller in Dortmund eine literarische Gruppe. Nach ihrem Gründungsjahr nannten sie sich "Gruppe 61". Eine neue Arbeiterkultur sollte entstehen.

Gründung durch Fritz Hüser

Der Dortmunder Bibliothekar Fritz Hüser sammelte Arbeiterliteratur. Er machte seine Sammlung in einem Archiv auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier trafen sich mit der Zeit auch Autoren, die die Arbeiterdichtung der 1920er Jahre wiederbeleben wollten.

Von der Gruppe 61 zum Werkkreis

Am 31. März 1961 wurde dann die Gruppe 61 gegründet. Ihr gehörten neben Hüser und mehreren Verlagslektoren auch einige Autoren an, darunter Max von der Grün (der Autor der "Vorstadtkrokodile") und Günter Wallraff. 1970 ging aus der Gruppe der "Werkkreis Literatur der Arbeitswelt" hervor. Sein Ziel war es vor allem, Arbeiter zum Schreiben zu bewegen. Immer mehr Industriereportagen und Arbeiterromane erschienen.

Reportagen undercover

Das Ziel von Autoren wir Wallraff war es auch, die gesellschaftlichen Missstände, unter denen die Arbeiterschaft zu leiden hatte, aufzudecken. Wallraff begab sich dafür "undercover" in Fabriken und Unternehmen. Er nahm immer wieder andere Namen an und verkleidete sich. In seinen Industriereportagen prangerte er dokumentarisch die Arbeitswelt an. Später schlüpfte er in die Rolle eines Obdachlosen oder eines Studenten auf Zimmersuche und berichtete über seine Erfahrungen. 1977 übernahm Wallraff in die Rolle eines Redakteurs bei der BILD-Zeitung. Sein Bericht "Der Aufmacher" wurde genauso ein Bestseller wie 1985 "Ganz unten", wo er aus seiner Zeit als türkischer Gastarbeiter Ali berichtet.


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