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Hintergrundbild Epoche

Stirbt der Wald?


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Briefmarke von 1981 zum Thema Umweltschutz
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Abgestorbene und nachwachsende Fichten im Harz
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Briefmarke zur Kampagne "Rettet den Wald" von 1985

Sorge um die Umwelt und neue Organisationen

Zunehmend sorgten sich in den 1970er Jahren gerade junge Menschen um die Umwelt. Schon 1963 war die deutsche Organisation des WWF (World Wildlife Fund) gegründet worden, der sich vor allem für Artenschutz einsetzte. 1975 folgte der "Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland" (BUND), 1980 Greenpeace. Sie alle setzen sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten für den Natur- und Umweltschutz ein.

Waldsterben

Zu Beginn der 1980er Jahre wurde die Sorge um den Wald besonders groß. Studien hatten ergeben, dass der Wald in Deutschland sehr krank sei. Der "saure Regen" setzte den Bäumen zu. Aber warum war der Regen sauer geworden?

Die Industrie und die Braunkohlekraftwerke, aber auch der Verkehr und die privaten Haushalte hatten über Jahre mehr und mehr Schwefel in die Luft gepumpt. Die Luft war also durch schwefelhaltige Abgase verschmutzt. Der Schwefel kam nun als säurehaltiger Regen wieder hinab zur Erde und schädigte die Bäume. Man fürchtete, dass der Wald nicht mehr zu retten sei.

1981 machte "Der Spiegel" mit seiner Titelstory "Der Wald stirbt" eine breite Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam.

Maßnahmen und Folgen

Maßnahmen wurden ergriffen, um den Wald zu retten: Die Industrie musste Filteranlagen einbauen und bisherige Verordnungen wurden verschärft. Die Autos bekamen neben bleifreiem Benzin nun auch Filter: Die Katalysatoren wurden Pflicht. Als direkte Maßnahme setzte man Kalk ein, der in den Wäldern verteilt wurde und den sauren Boden wieder "entsäuern" sollte.

Das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung wuchs und wirkte sich auf viele andere Bereiche aus. Man begann den Müll zu trennen, nahm Jutebeutel mit zum Einkaufen ("Jute statt Plastik").

Der Aufstieg der neuen Partei der Grünen stand ebenfalls in Zusammenhang mit dem gestiegenen Umweltbewusstsein. Doch auch die anderen Parteien setzten sich mehr und mehr mit der Umwelt auseinander. Viele sinnvolle Änderungen wurden auch in der Amtszeit des Umweltministers Klaus Töpfer (CDU) zwischen 1987 und 1994 durchgesetzt.


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