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Hintergrundbild Epoche

Der Nahostkonflikt


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Israelische Truppen vor Jerusalem
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Hellbraun sind die Gebiete gekennzeichnet, die Israel im Sechstagekrieg besetzte.
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Israelische Truppe im Süden Libanons im Juni 1982

Hintergrund:

Seit der Ansiedlung von Juden zur Gründung eines eigenen Staates im Raum Palästina schwelte der Nahostkonflikt. Die in dem Gebiet ansässigen Araber wollten sich nicht vertreiben lassen. Einen Teilungsplan des Gebietes, den die Vereinten Nationen 1947 erstellten, akzeptierten sie nicht. Es kam zum Bürgerkrieg und mit der Gründung des Staates Israel 1948 zum Palästinakrieg.

Der Krieg wurde zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarstaaten ausgetragen: Ägypten, Syrien, Jordanien, dem Libanon, dem Irak und Saudi-Arabien (Arabische Liga). Der Krieg endete 1949 mit einem Waffenstillstand, Israel konnte sich als Staat festigen. Rund 750.000 palästinensische Araber flohen in die umliegenden Staaten. Aus arabischen Staaten floh eine ähnlich hohe Anzahl an Juden nach Israel und in andere Länder.

Der Sechstagekrieg (5. - 10. Juni 1967)

Nachdem ägyptische Truppen an der Grenze zu Israel aufmarschierten und die Meerenge von Titan blockierten (Israels Zugang zum Roten Meer und damit zum Indischen Ozean), griff Israel Ägypten, Syrien und Jordanien an, um einem befürchteten Angriff dieser Länder zuvorzukommen.

Der Krieg dauerte sechs Tage und endete mit dem Sieg Israels und der Besetzung mehrerer Gebiete durch Israel: dem Gazastreifen, der Sinai-Halbinsel, der Golanhöhen, des Westjordanlandes und Ostjerusalems. Aus diesen Gebieten wurden erneut hunderttausende Araber vertrieben.

Der Jom-Kippur-Krieg

Am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, griffen Ägypten und Syrien überraschend Israel an. Ihr Ziel war es, die Sinai-Halbinsel und die Golanhöhen zurückzuerobern. Am 24. Oktober wurde ein Waffenstillstand per UN-Resolution beschlossen. Der Jom-Kippur-Krieg löste die Ölkrise 1973 aus.

Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten

1979 wurde zwischen Ägypten und Israel Frieden geschlossen. US-Präsident Jimmy Carter unterzeichnete diesen als Zeuge. Ägypten war damit der erste arabische Staat, der Israel offiziell anerkannte. 1982 wurde die Sinai-Halbinsel an Ägypten zurückgegeben.

Libanonkrieg 1982

Schon im März 1978 waren Israel und der Libanon in der Operation Litani aufeinandergestoßen. Dabei hatte Israel nach Anschlägen der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) in Israel das libanesische Gebiet südlich des Flusses Litani besetzt. Die PLO hatte den Süden des Libanon als Basis für Anschläge genutzt. Der Libanonkrieg 1982 hatte zum Ziel, die PLO hier endgültig zu vertreiben. Dies gelang, die PLO zog sich nach Tunesien zurück. Israel besetzte den Süden des Libanon dennoch weiter (bis zum Jahr 2000).


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