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Hintergrundbild Epoche

Iran: Weiße Revolution und Islamische Revolution


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Schah Mohammad Reza Pahlavi
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Der Schah und seine Frau Farah 1977
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Khomeinis Ankunft am 1. Februar 1979
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Porträt von Khomeini

Seit 1941 herrschte im Iran Mohammad Reza Khan Pahlavi. Er war der Schah von Persien.

Weiße Revolution

Ab 1963 leitete der Schah zahlreiche Reformen ein. Die Einnahmen durch Ölförderung stiegen und so erfolgte eine Industrialisierung des Landes. Der Iran wurde ein aufstrebender Industriestaat. Eine Bodenreform verteilte das Land neu von den Großgrundbesitzern an die Bauern. Gesellschaftlich versuchte der Schah, das Land zu modernisieren. Die Rechte von Frauen sollten gestärkt werden, z. B. erhielten Frauen 1963 das Wahlrecht. Auch auf den Gebieten der Bildung und Gesundheit wurde viel getan. Insgesamt näherte sich der Iran damit dem Westen an.

Dennoch herrschte nach wie vor keine Demokratie, es gab zahlreiche Menschenrechtsverletzungen. Darum wurde auch in der Bundesrepublik heftig demonstriert, als der Schah 1967 zum Staatsbesuch in Berlin weilte. Der Schah setzte die Armee und seinen Geheimdienst ein, um sich auch gegen Widerstand durchzusetzen.

Widerstand im Land

Die geplanten Reformen des Schahs riefen in bestimmten Gruppen heftigen Widerstand hervor. Im Iran gehören die meisten Muslime der Konfession der Schiiten an. Einer ihrer geistlichen Führer war Ajatollah Khomeini. Er sprach sich gegen die Reformen aus, insbesondere gegen die Bodenreform und die Rechte der Frauen. Natürlich waren auch die Großgrundbesitzer dagegen, dass man ihnen Land wegnahm. Khomeini wurde verhaftet, der Widerstand blutig niedergeschlagen. 1964 wurde er verbannt und in die Türkei ausgeflogen. 1965 siedelte er in den Irak über, 1978 nach Frankreich.

Öffnung des politischen Raums

1977 wollte der Schah einen "offenen politischen Raum" schaffen. Das Land sollte demokratisch werden. 1978 sollte die Zensur abgeschafft werden, demokratische Parteien sollten zugelassen werden und 1979 freie Wahlen stattfinden.

Widerstand geht weiter

Die neue liberale Politik des Schahs fachte den Widerstand erneut an. Seine schiitischen Gegner organisierten zahlreiche Demonstrationen und forderten die Rückkehr des Ajatollah aus dem Exil. Zusätzlich gab es sowohl von fundamentalistischen Islamisten als auch von einer linken Guerillabewegung erheblichen Widerstand. Auf den Schah wurden mehrere Attentate verübt, die er überlebte.

Islamische Revolution

Am 16. Januar 1979 verließ der Schah aufgrund der großen Unruhen im Land den Iran. Für ihn begann eine Irrfahrt durch verschiedene Länder.

Am 1. Februar kehrte Khomeini aus dem Exil zurück. Die Islamische Revolution begann. Durch sie wurde der Iran zu einer "Islamischen Republik". Der Islam ist als Staatsreligion in der Verfassung verankert. Khomeini hielt seine Herrschaft mit Unterdrückung jeder Gegnerschaft sowie durch Terror und Massenhinrichtungen aufrecht. Nicht-Muslime und Regimegegner wurden verfolgt. Die Pressezensur wurde wieder eingeführt, Parteien verboten, die Universitäten geschlossen. Für Frauen (auch nicht-muslimische) wurde das Tragen des Tschador Pflicht. Khomeinis Politik richtete sich zudem gegen den Westen, insbesondere gegen die USA.

Geiselnahme von Teheran

Am 4. November 1979 wurde die amerikanische Botschaft in Teheran besetzt und 52 Diplomaten als Geiseln genommen (bis Januar 1981), nachdem sich der Schah zu diesem Zeitpunkt in die USA begeben hatte, um seine Krebserkrankung behandeln zu lassen. Khomeinis Anhänger forderten die Auslieferung des Schahs. Dem wurde nicht nachgegeben und der Schah starb schließlich 1980 in Ägypten.

Erster Golfkrieg

1980 bis 1988 befand sich der Iran mit dem Irak im Krieg (Erster Golfkrieg).


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