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Hintergrundbild Epoche

Von Kennedy bis Bush - die Präsidenten der USA bis 1989


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John F. Kennedy (rechts) und Lyndon B. Johnson (links) 1961
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Lyndon B. Johnson 1969
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Richard Nixon 1971
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Gerald Ford 1974
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Jimmy Carter 1977
5
Ronald Reagan 1981
6
George Bush 1989

Als in der Bundesrepublik die Ära Adenauer endete und Ludwig Erhard im Oktober 1963 neuer Bundeskanzler wurde, war John F. Kennedy Präsident der USA. Doch nicht mehr lange: Am 20. November 1963 wurde der beliebte junge Präsident bei einem Attentat ermordet. Ihm folgte sein Vizepräsident Lyndon B. Johnson ins Amt.

Lyndon B. Johnson (1963-1969)

Johnson gehörte wie Kennedy der Partei der Demokraten an. Ein Jahr nach der Amtsübernahme wurde er durch Wahlen im Amt bestätigt. Schon als Vizepräsident hatte Johnson sich mit Bürgerrechtsfragen beschäftigt. Als Präsident schaffte er mit dem Bürgerrechtsgesetz (Civil Rights Act) 1964 die öffentliche Rassentrennung ab (siehe auch: Die Bürgerrechtsbewegung). Zuvor mussten Schwarze in der Öffentlichkeit getrennt von Weißen sitzen, z. B. in Restaurants, Bussen oder Kinos.
Ein Jahr später (16. 8. 1965) setzte Lyndon mit dem Voting Rights Act (Wahlrechtsgesetz) das bisherige Wahlrecht außer Kraft, mit dem schlechter gebildete Afroamerikaner bisher bei Wahlen benachteiligt waren.
1968 verbot ein weiteres Bürgerrechtsgesetz die Benachteiligung von Personen aus Gründen der Rasse, der Hautfarbe, der Religion oder der Nationalität, z. B. bei der Vermietung einer Wohnung.
Johnson setzte sich zudem besonders für Armutsbekämpfung, Bildung, Gesundheitswesen und Umweltschutz ein.
In seine Amtszeit fiel jedoch auch der Vietnamkrieg, der in der amerikanischen Bevölkerung zunehmend skeptisch gesehen wurde.
Auf eine zweite Amtszeit verzichtete Johnson. Sein Nachfolger wurde der Republikaner Nixon.

Richard Nixon (1969-1974)

Nixon war schon zu den Wahlen 1960 angetreten, unterlag jedoch Kennedy. Zuvor war Nixon Vizepräsident unter Eisenhower. 1968 konnte er sich dann gegen den Kandidaten der Demokraten Hubert H. Humphrey durchsetzen.
Im Vietnamkrieg offenbarte sich die Sinnlosigkeit dieses Krieges immer mehr. Die Amerikaner hatten hohe Verluste zu verzeichnen. Nach und nach zogen sie ihre Soldaten ab und führten Friedensverhandlungen.
Nixon betrieb nun im Ost-West-Konflikt eine Entspannungspolitik. Er führte ab 1969 Gespräche mit der Sowjetunion. Beide Länder begrenzten im ABM-Vertrag von 1972 ihre Raketenabwehrsysteme (Anti Ballistiv Missiles).
Hilfreich bei Gesprächen mit China waren zwei Tischtennisspieler der beiden Länder, die sich bei einer WM angefreundet hatten. Einem Treffen dieser beiden Sportler folgten Treffen hochrangiger Politiker. Man spricht deswegen auch von "Ping-Pong-Diplomatie".
Bei den Präsidentschaftswahlen 1972 wurde Nixon im Amt bestätigt. Doch schon 1974 endete seine zweite Amtszeit vorzeitig: Nixon trat wegen der Watergate-Affäre zurück. Sein Vizepräsident Ford wurde sein Nachfolger.

Gerald Ford (1974-1977)

Ford war der einzige Präsident der USA, der nicht in einer Wahl bestätigt wurde. Auch er war Republikaner.
Der Wirtschaft ging es in Fords Amtszeit nicht gut und es herrschte Inflation. Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, wurde die Einkommenssteuer gesenkt.
Außenpolitisch bedeutsam war 1975 die Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki, mit der die Staaten des Ostblocks die Menschenrechte anerkannten.
Die Wahlen 1976 verlor Ford gegen den Demokraten Jimmy Carter, der ihm 1977 ins Weiße Haus folgte.

Jimmy Carter (1977-1981)

Carter vermittelte im Nahostkonflikt zwischen Ägypten und Israel. 1978 wurde in Camp David ein Friedensabkommen geschlossen, das 1979 zum ägyptisch-israelischen Friedensvertrag führte.
Unter Carter wurde auch die Entspannungspolitik fortgesetzt. Er führte die Gespräche zur Begrenzung strategischer Rüstung mit der Sowjetunion weiter (Strategic Arms Limitation Talks - SALT). 1979 wurden die SALT-II-Verträge von Jimmy Carter und dem sowjetischen Staatschef Leonid Breschnew unterzeichnet. Die beiden Länder verpflichteten sich, Nuklearwaffen zu begrenzen.
Carters Ansehen sank jedoch ab 1979, nachdem er sich sowohl während der Islamischen Revolution im Iran als auch beim Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan zurückhaltend verhielt. Sein Verhalten wurde von der amerikanischen Bevölkerung als zu zögerlich empfunden.
Die Wirtschaftskrise in den USA hielt nach wie vor an, auch die Energiekrise spitzte sich zu. Die Präsidentschaftswahlen 1980 verlor Carter gegen den Republikaner Ronald Reagan.
Für seine Bemühungen um Frieden und internationaler Vermittler erhielt Carter 2002 den Friedensnobelpreis.

Ronald Reagan (1981-1989)

Im Ost-West-Konflikt fuhr Reagan eine harte Linie. Statt auf ein Gleichgewicht im Wettrüsten setzte der überzeugte Antikommunist auf die amerikanische Überlegenheit. Es wurde 1983 mit dem Aufbau eines umfassenden Raketen-Abwehrschirms (SDI, Strategic Defense Initiative) begonnen.
Zudem unterstützten die USA nun antikommunistische Länder, auch wenn sie Militärdiktaturen waren wie in El Salvador. In Nicaragua erhielten die rechtsgerichteten Contras Unterstützung. Reagan wollte so den kommunistischen Einfluss eindämmen.
Ab 1985, in seiner zweiten Amtszeit, setzte sich Reagan nun vermehrt auch für Abrüstung ein und traf sich mit dem sowjetischen Staatschef Gorbatschow. Am 12. Juni 1987 forderte er diesen an der Berliner Mauer auf: "Mr. Gorbachev, open this gate! Mr. Gorbachev, tear down this wall!"
In der Wirtschaftspolitik setzte Reagan auf sinkende Steuern. Seine Strategie wird nach ihm sogar "Reaganomics" genannt. Tatsächlich wurde das Wirtschaftswachstum angekurbelt, allerdings hinterließ seine Regierung ein riesiges Haushaltsdefizit, nachdem die Ausgaben wesentlich höher ausfielen als die Einnahmen des Staates.

George Bush (1989-1993)

Im Januar 1989 wurde George Bush der 41. Präsident der USA.
Zu dieser Zeit ging der Kalte Krieg durch Gorbatschows Reformpolitik dem Ende zu. Nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 war Bush der einzige Staatschef der vier Siegermächte, der die deutsche Wiedervereinigung befürwortete.

Hier kannst du die Rede hören, die Präsident Reagan 1987 vor dem Brandenburger Tor hielt. Der berühmte Satz "Mr Gorbatchov, tear down this wall" kommt in der 11. Minute:



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