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Hintergrundbild Epoche

Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan


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Hier liegt Afghanistan.
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Sowjetische Einheiten in Afghanistan, 1988
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Ein bewaffneter Mudschahid 1988

Afghanistan liegt im Süden Asiens. Die heutigen Grenzländer Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan gehörten bis 1991 zur Sowjetunion.

Vorgeschichte

Seit 1973 war Afghanistan eine Republik. 1978 kam die kommunistische Demokratische Volkspartei Afghanistans an die Macht. Sie rief die Demokratische Volksrepublik aus. Die neue Regierung versuchte eine Bildungs- und Bodenreform. Nur Muhammad Taraki wurde Ministerpräsident. Im September 1979 zwang ihn sein Mitstreiter in der Revolution, Hafizullah Amin, zum Rücktritt und übernahm selber die Präsidentschaft.
Doch es gab Widerstand gegen die neue Volksrepublik. Islamistische Mudschaheddin-Gruppen gründeten sich und kämpften gegen die kommunistische Regierung. Ein Bürgerkrieg brach aus.

Der Einmarsch

Die Sowjetunion fürchtete, dass Amin sich wegen des Bürgerkriegs um Hilfe an die USA wenden könne. Am 27. Dezember 1979 begann die Invasion der Sowjetunion in Afghanistan. Die politische und militärische Führung wurde ausgeschaltet und Amin ermordet. Neuer Staatspräsident wurde Babrak Karmal, der der Sowjetunion nahestand. Bis 1988 stationierte man mehr als hunderttausend sowjetische Soldaten in Afghanistan.

Die Reaktionen

International wurde die Besetzung verurteilt. Aber auch im Land selbst kam es zu heftigem Widerstand. Die USA und Saudi-Arabien unterstützten die Mudschaheddin in ihrem Kampf durch finanzielle Mittel. Aufgrund des Einmarsches boykottierten viele Länder 1980 die Olympischen Spiele in Moskau. Die Sowjetunion ihrerseits boykottierte daraufhin die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles.

Rückzug

Der Kampf wurde brutal geführt. Außerhalb der Städte erreichten die Sowjets keine Kontrolle über die Gebiete. Mit der Wahl Gorbatschows zum neuen Generalsekretär änderte sich die Afghanistan-Politik der Sowjetunion. Er leitete den Rückzug ein, der 1989 vollzogen wurde.
Eine Million Menschen waren in dem Krieg gestorben, fünf Millionen Menschen geflüchtet. Der Rückzug der Sowjetunion brachte dem Land jedoch keine Ordnung, sondern mündete in einen neuen Bürgerkrieg.


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