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Aufwachsen in der DDR


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Ein Baby wird in der DDR geboren (1975)
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Kinderkrippe 1976
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Kindergruppe bei der Verkehrserziehung in Ost-Berlin 1975
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Schüler in Berlin 1976

Die Frau in der DDR war fast immer berufstätig. Das war ganz anders als in der Bundesrepublik, wo noch lange das Bild der Hausfrau und Mutter beworben wurde. Weil sie auch nach der Geburt der Kinder weiter arbeiten wollte und sollte, sorgte der Staat für ein umfassendes Netz in der Kinderbetreuung. Man hoffte so auch, schon möglichst früh gezielt Einfluss auf die Erziehung der Kleinen zu "sozialistischen Persönlichkeiten" Einfluss nehmen zu können.

So besuchten also die meisten Kinder zunächst eine Krippe, dann den Kindergarten und als Schulkind einen Hort, in dem sie am Nachmittag betreut wurden. Wie das Leben ihrer Eltern war auch das der Kinder geprägt von Organisation. Die große Mehrheit der Kinder wurde Junger Pionier und trat später der FDJ bei. Viele betätigten sich in Sportgruppen.

In großen Teilen festgelegt war auch der weitere Lebensweg. Nach der Schule begann man eine Lehre oder ein Studium, wenn man dafür zugelassen wurde. Jugendliches Ausprobieren war nicht vorgesehen. Nach der Ausbildung begann die Pflicht zur Arbeit.

Ein Kind wird geboren - wie soll es heißen?

Die meisten Babys der DDR wurden wie im Westen im Krankenhaus geboren. In den 1960er Jahren wurden Mädchen häufig Kathrin, Petra und Sabine genannt, Jungen hießen Frank, Uwe oder Andreas. Die beliebtesten Namen unterschieden sich nur wenig von denen in Westdeutschland.

Seit den 1970ern änderte sich etwas: In der DDR kamen zunehmend ausländische Namen dazu: Mandy, Nadine, Jana und Doreen finden sich unter den zehn beliebtesten Mädchennamen. Bei den Jungen waren es Mike, René, Mario, Marco und Marcel.

Freizeit

Trotz aller Durch-Organisation blieb natürlich auch noch Freizeit. Was taten die DDR-Kinder dann? Sie spielten viel draußen, so wie Kinder des Westens in den 1960er und 1970er Jahre auch. Sie trafen sich mit ihren Freunden. Sie lasen Bücher und guckten Fernsehen. Sie gingen im Sommer ins Freibad. Besaßen die Eltern eine Datsche, verbrachten sie die Wochenenden mit der Familie dort im Garten.

 

Hier kannst du nachlesen, was Kinder der DDR selber über ihre Kindheit erzählen!

Hier geht es weiter zu: In der Krippe und im Kindergarten

Hier geht es weiter zu: Heimkinder


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