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Kirche in der DDR


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Treffen von Vertretern des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR (BEK) mit Erich Honecker, 1980.
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Jugendweihe in Berlin 1968. Die SED etablierte das Übergangsritual erfolgreich als Ersatz für die christliche Konfirmation und Firmung, was zu dauerhaften Konflikten mit den Kirchen führte.
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Zunächst das Symbol der FriedensDekaden, dann der gesamten kirchlichen Friedensbewegung in der DDR

Anders als die Massenorganisationen schafften es die Kirchen, sich einen gewissen geschützten Raum innerhalb der DDR zu schaffen. Sie widersetzten sich der Vereinnahmung durch die SED.

Kirchenmitglieder

Es gelang der DDR-Führung jedoch auch, den Einfluss der Kirche zurückzudrängen. Waren 1947 noch 92 Prozent der Bevölkerung Mitglied in einer religiösen Gemeinschaft, überwiegend in der evangelischen Kirche, so nahm die Zahl bis 1988 auf 40 Prozent ab.

Ablehnung von Religion als Staatsdoktrin

Die Politik der SED zielte wie in anderen sozialistischen Staaten auch, auf Atheismus, den Nicht-Glauben an einen Gott. Die Ablehnung von Religion gehörte zur marxistisch-leninistischen Weltanschauung und damit zu den Staatsgrundsätzen der DDR.  Laut Verfassung war Religionsfreiheit zwar gewährt, doch die Unterdrückungsmaßnahmen sprachen eine andere Sprache.

Unterdrückung von Kirche

So wurde vom Staat aus für die staatliche Jugendweihe statt für Konfirmation oder Firmung geworben. Religionsunterricht war an den Schulen nicht vorgesehen. Vor allem in den ersten Jahren der DDR waren Gläubige zahlreichen Repressionen ausgesetzt. So wurden die Gemeinden durch die Staatssicherheit beobachtet. Gläubige wurden als "Gegner des sozialistischen Aufbaus" verhaftet. Die Kirchensteuer wurde abgeschafft, sodass die Kirchen hier keine Einnahmen mehr hatten.

Kurzzeitige Annäherung

Zwischenzeitlich kam es zu einer Annäherung von Staat und Kirche. Auf Druck der Kirchen wurde 1964 der Dienst als Bausoldat als Alternative zum Wehrdienst geschaffen [Link]. Es gab Zugeständnisse an die Kirchen, ihre Mitglieder waren weniger Willkür ausgesetzt als zuvor. Mitglieder der Evangelischen Kirche suchten einen Weg von "Kirche im Sozialismus".

Allerdings gab es auch Widerstand wie die Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz 1976: Der evangelische Pfarrer protestierte damit gegen die Unterdrückung der Kirche in der DDR.

1978 kam es zum einzigen Gespräch zwischen Staats- und Parteichef Erich Honecker und Vertretern der Evangelischen Kirche. Dennoch blieb Christen weiterhin z. B.  eine berufliche Karriere im Staatsdienst versagt, Jugendlichen wurde der Zugang zur Erweiterten Oberschule nicht gewährt und die Überwachung durch die Stasi wurde bei kirchlich aktiven Personen besonders häufig durchgeführt.

Friedensbewegung in der DDR

Die Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz, die Einführung des Wehrkundeunterrichts 1978 und die atomare Aufrüstung in Ost und West ließen insbesondere in der evangelischen Kirche eine breite Friedensbewegung entstehen. Sie machte ein Zitat aus der Bibel, "Schwerter zu Pflugscharen", zu ihrem Zeichen. Auch die Montagsdemonstrationen gingen von den Kirchen aus. Während der friedlichen Revolution, die schließlich zum Ende der DDR führte, spielten die Kirchen eine entscheidende Rolle.


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