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Was ist Ostalgie?


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Das Ampelmännchen wird auch im Westen geliebt.
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Der Trabbi: 2009 gab es immerhin noch 37.000 zugelassene Trabanten

Heimweh nach der DDR - wie konnte das sein? Tatsächlich ging es vielen Ostdeutschen nach der Wiedervereinigung nicht gut: Die Arbeitslosigkeit war hoch, viele Volkseigene Betriebe (VEB) gingen bankrott, viele vertraute Marken und Produkte aus der DDR verschwanden sang- und klanglos.

Viele Menschen fühlten sich zudem von den Westdeutschen abgewertet, sie waren verbittert und enttäuscht über die Entwicklung. Aus diesem Gefühl entstanden dann die Sehnsucht nach früher und die Vorstellung, dass es doch alles gar nicht so schlecht gewesen sei in der DDR.

Die Verklärung der DDR zeigte sich z. B. durch Fernsehsendungen, die über Ampelmännchen, Spreewaldgurken, Club Cola oder den Trabbi berichteten - die die politische, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Lebenswirklichkeit aber ausblendeten oder schönredeten.

Wie meistens ist hier wohl der Mittelweg der goldene. Es spricht ja nichts dagegen, das Ampelmännchen toll zu finden und Spreewaldgurken zu kaufen, die Puhdys zu hören oder Soljanka zu kochen. Bewusst sein sollte man sich aber wohl darüber, dass die DDR und ihr "real existierender Sozialismus" eine Diktatur war, die die Rechte ihrer Bürger auf unmenschliche Art beschnitt. Vorsicht ist darum geboten bei Dingen wie Postkarten mit DDR-Symbolen oder FDJ-Hemden. Solche Waren stehen eben vor allem für die Machtausübung der SED - und die sollte man sicher nicht verklären.

Mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Welle

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