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HVA - Die Hauptverwaltung Aufklärung


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Sitz der HVA im Ministerium für Staatssicherheit, Berlin-Lichtenberg, Ruschestraße/ Ecke Frankfurter Allee (hier 2003)

Im eigenen Land sorgte das Ministerium für Staatssicherheit für eine flächendeckende Überwachung seiner Bürger. Aber auch für das Ausland gab es eine spezielle Abteilung: die "Hauptverwaltung Aufklärung", kurz HVA. Die HVA war also der Auslandsgeheimdienst der DDR.

Spionage und "aktive Maßnahmen"

Die Hauptaufgabe der HVA war Spionage. Politische, militärische, wirtschaftliche oder technologische Geheimnisse des Westens sollten herausgefunden werden. Dafür wurden Spione in die Bundesrepublik geschickt. Der wohl bekannteste DDR-Spion in der Bundesrepublik war Günter Guillaume.
Zu den Aufgaben der HVA gehörte es aber auch, "aktive Maßnahmen" durchzuführen. Der "Klassenfeind", also vor allem die BRD, sollte schlecht dastehen, z. B. indem gefälschte Presseberichte in Westzeitungen platziert wurden.

Die Romeo-Methode

Es wurden männliche Agenten in den Westen geschickt, mit dem Ziel westdeutsche Frauen zu umgarnen, z. B. Sekretärinnen von Politikern. Auf diese Weise sollten Informationen beschafft werden, die die ahnungslose Sekretärin ihrem Geliebten verriet.

Mordanschläge im Westen

Auch wer in die Bundesrepublik geflohen war oder bei einer Flucht geholfen hatte, war vor der Verfolgung durch die Stasi nicht sicher. So gab es mehrere Mordanschläge in der Bundesrepublik, die von Stasi-Agenten verübt wurden. 1980 war der Dissident Bernd Moldenhauer Opfer eines Attentats, das die Stasi in Auftrag gegeben hatte. Der Fluchthelfer Wolfgang Welsch überlebte 1981 nur knapp mehrere Anschläge. Bei dem Unfalltod des Fußballspielers Lutz Eigendorf 1983 wird eine Beteiligung der Stasi vermutet.


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