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Raus aus der DDR - aber wie?


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Personalausweis der Deutschen Demokratischen Republik, ausgestellt am 5. Februar 1954 in Wanzleben.

In der DDR herrschte keine Reisefreiheit. Zwar durften DDR-Bürger Urlaub in einigen Ostblockländern machen (auf Antrag, ohne Pass und Visum nur in die Tschechoslowakei), hatten aber keine Möglichkeit in den Westen (ins "nichtsozialistische Ausland") zu reisen.

Erst als Rentner und manchmal auf Antrag, z. B. bei einem Todesfall in der Familie, wurde ihnen ein Aufenthalt in der Bundesrepublik gestattet. Außerdem gab es "Reisekader". Das waren  z. B. Sportler, die nach gründlicher Prüfung zu Wettkämpfen auch in den Westen reisen durften.

Gründe

Warum wollten die Menschen fort aus der DDR? Die meisten hatten politische Gründe. Sie wollten nicht in einem Staat leben, der ihnen keine Freiheit ließ. Sie wollten ihre Meinung äußern dürfen und dahin reisen, wohin sie wollten. Sie wollten nicht beobachtet und bespitzelt werden. Manchmal war auch der Wunsch nach besseren Lebensverhältnissen der Grund, in den Westen ziehen zu wollen.

Ausreiseantrag

Die einzige Möglichkeit, die DDR auf rechtlichem Weg zu verlassen, war die, einen Ausreiseantrag zu stellen. Das aber zog nicht nur erhebliche Nachteile nach sich, sondern es konnte auch jahrelang bis zur Genehmigung dauern. Oder der Antrag wurde abgelehnt. So sahen viele Menschen nur die Möglichkeit der Flucht. In der Sprache der DDR galten sie als "Republikflüchtlinge".

Flucht

Es gibt viele Geschichten von geglückter Flucht - wie auch von misslungener Flucht. An der Berliner Mauer und an der innerdeutschen Grenze verloren mehrere hundert Menschen ihr Leben bei dem Versuch, sie zu überwinden. Wer bei der Vorbereitung oder bei der Flucht selbst erwischt wurde, kam als politischer Gefangener in Haft. Dort wurden Foltermethoden angewandt, um Gefangene in die Knie zu zwingen.

Freikauf

Die einzige Hoffnung, die dort blieb, war, freigekauft zu werden. Denn die DDR benötigte Devisen (Westgeld), um ihre Wirtschaft am Laufen zu halten. Und sie war am Ende froh, wenn die missliebigen Personen das Land verließen, weil das schließlich den Widerstand im eigenen Land schwächte. Manchmal nutzte die DDR aber auch einen solchen Freikauf noch, um Druck zu machen, z. B. indem Kinder nicht gleich mit den Eltern ausreisen durften. Die Eltern mussten dann entscheiden, ob sie dem Stasi-Beamten glaubten, dass ihre Kinder später ebenfalls ausreisen durften oder ob sie blieben.


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