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Ulrich Müther und seine Betonschalen


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Das Restaurant Teepott Warnemünde von 1967
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Restaurant Seerose in Potsdam
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Rettungsstation Binz auf Rügen von 1968

Einen ganz eigenen Weg ging der Bauingenieur Ulrich Müther (1934-2007). Seine Bauten gehören zur modernen Architektur. Ganz anders als die sachlichen und nüchternen Würfelbauten kommen die von ihm entworfenen Gebäude mit ihren organisch geschwungenen Dächern daher. Leicht und elegant wirkt bei ihm der doch eigentlich so schwere Beton.

Organische Sonderbauten

Die Schalenbauten bilden oft einen reizvollen Kontrast zu umliegenden Plattenbauten, z. B. das achtschalige See-Restaurant "Seerose" in Potsdam. Müther nahm sich Muscheln, Wellen oder Segel als Vorbild. Vor allem an der Ostsee und insbesondere auf seiner Heimat Rügen sind viele seiner Bauten zu finden. In der DDR nannte man sie "Sonderbauten". Rund 50 von ihnen schuf Müther, 16 davon auf Rügen.

Schalenbauten

Müther arbeitete mit Tragwerken aus Betonschalen. Ein Netz aus Stahlträgern erzeugte dabei gekrümmte Flächen. In das Stahlgeflecht wurde Beton eingespritzt. Das war zeitaufwendig, aber günstig. Obwohl die Betonschicht nicht sehr dick war, beim "Teepott" z. B. nur sieben Zentimeter, war sie sehr stabil. Müther berechnete alles mathematisch.

In alle Welt

Müthers Bauten brachten ihm hohes Ansehen und wurden zum beliebten Exportschlager. So baute er eine Moschee in Jordanien (1984), Radrennbahnen in Stettin (1987) und auf Kuba (1989) und Zeiss-Planetarien in Kuwait (1985) und Tripolis (1981). Auch in Wolfsburg entwarf und baute er von 1981 bis 1983 die Kuppel des Zeiss-Planetariums. Im Gegenzug lieferte Volkswagen dafür 10.000 VW Golf in die DDR.


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