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Auf Sendung


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Logo der Aktuellen Kamera
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Im Haus der Kultur wurden im März 1988 die Fernsehlieblinge 1987 gekürt. In der Gunst des Publikums am höchsten standen: Helga Piur, Klaus Feldmann, Petra Kusch-Lück, Hans-Joachim Wolfram, Helga Hahnemann, Heinz Florian Oertel, Erika Krause und Ellen Tiedtke (v.l.n.r.)
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Karl Eduard von Schnitzler, Moderator des „schwarzen Kanals“, 1956
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100. „Kessel Buntes“ am 23.9.1989 im Palast der Republik

Nachrichten und Sport, Unterhaltungsshows und Kindersendungen, selbst produzierte und aus dem Ausland eingekaufte Serien und natürlich Spielfilme - das Programm im DDR-Fernsehen wies die gleiche Vielfalt auf wie in der Bundesrepublik. Anders als im Westen unterlag in der DDR jedoch alles der Zensur. Gesendet wurde nur, was auf Parteilinie lag oder unverfänglich war.

Nachrichten und Politik

Aktuelle Kamera
Die wichtigste Nachrichtensendung der DDR war die "Aktuelle Kamera". Seit dem 21. Dezember 1952 wurde sie täglich um 19.30 Uhr für 30 Minuten ausgestrahlt. Tagsüber gab es mehrere Kurzausgaben. Über was berichtet wurde, bestimmte schon vorab die SED. Vor allem positive Nachrichten über den Aufbau des Sozialismus, die Planerfüllung oder Neuigkeiten aus dem ZK der SED waren Themen. Nicht erwähnt wurde hingegen Unliebsames wie Fluchtversuche oder eine gelungene Flucht aus der DDR. Lange Sätze und die Aufzählung aller Titel von Politikern waren typisch für den Sprachstil.

Der schwarze Kanal
Einmal wöchentlich wurde ab Oktober 1960 das Politmagazin "Der schwarze Kanal" gesendet. Moderator war Karl-Eduard von Schnitzler. Gezeigt wurden gekürzte und aus dem Zusammenhang gerissene Ausschnitte aus dem Westfernsehen und dabei aufhetzerisch kommentiert. Bei den DDR-Bürgern hieß von Schnitzler "Sudel-Ede".

Unterhaltung

Eine bekannte Unterhaltungssendung aus der Anfangszeit des DDR-Fernsehens war "Da lacht der Bär", die eine Mischung aus Show und politischem Kabarett präsentierte. Nach dem Mauerbau fiel der politische Teil weg, 1965 wurde sie eingestellt. 1968 startete "Da liegt Musike drin", eine große Samstagabend-Show, genauso wie "Ein Kessel Buntes" ab 1972.

Serien

Es gab viele Serien, die in der DDR produziert wurden. Krimiserien gehörten anfangs kaum dazu. Denn dass es auch in einem sozialistischen Land Verbrechen gab, leugnete man einfach. Verbrechen wurden aus DDR-Sicht nur von westlicher Seite begangen. Weil die Bürger aber nach Krimis verlangten, die im Westfernsehen schon seit den 50er Jahren boomten, entwickelte man schließlich eigene Formate.

Zu den bekannten Krimireihen gehörten z. B. "Blaulicht" (1959-68), "Der Staatsanwalt hat das Wort" (1965-91) und "Polizeiruf 110" (seit 1971). Heiteres gab es bei den "Geschichten überm Gartenzaun" (1981-85), um Ärzte ging es bei "Zahn um Zahn" (1985-88) und "Bereitschaft Dr. Federau" (1987-88).

Auch aus dem Ausland wurden Serien eingekauft, vor allem natürlich aus den sozialistischen "Bruderländern". Dazu gehörten "Schwarze Wolken" aus Polen oder die tschechoslowakische Serie "Das Krankenhaus am Rande der Stadt". Aber auch "Die schnelle Gerdi" aus der Bundesrepublik oder die US-amerikanische Westernserie "Daniel Boone" wurden ausgestrahlt.

Magazine

"Das Verkehrsmagazin", "Du und dein Garten" oder "Der Fernsehkoch empfiehlt" waren Magazine und Ratgebersendungen im DDR-Fernsehen.

Mehr zum Kinderfernsehen, mehr zu Spielfilmen und der DEFA.



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