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Das Sandmännchen


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Zum 20. Geburtstag des Sandmännchens zeigt Gerhard Behrendt, der künstlerische Leiter des Fernseh-Trickfilmstudios, die Figur des Sandmännchens.
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25 Jahre Sandmännchen

Die Radio- und Fernsehmoderatorin Ilse Obrig moderierte in den 50er Jahren erste Kindersendungen im westdeutschen Fernsehen. Sie war vom DDR-Radio 1950 nach West-Berlin gewechselt. 1958 hatte sie die Idee zu einer Fernsehsendung mit einem Sandmännchen. Es sollte den Kindern am frühen Abend eine Gutenachtgeschichte erzählen. Bevor man jedoch am 1. Dezember 1959 auf Sendung ging, erfuhr man in der DDR von den Plänen und kam dem Westen zuvor - mit einem eigenen Sandmännchen. Es war erstmals am 22. November 1959 im Deutschen Fernsehfunk zu sehen.

West- und Ost-Sandmann

So gab es dann bis zur deutschen Einheit ein west- und ein ostdeutsches Sandmännchen. Obwohl sich nicht nur die Figuren, sondern auch die Sendungen in Vielem ähnelten, erfreute sich der Ost-Sandmann weit größerer Beliebtheit - in ganz Deutschland.

Die Sendung

Jede Sandmännchen-Sendung war und ist umrahmt von einem Besuch des Sandmännchens. Es kommt immer wieder mit einem anderen Fortbewegungsmittel: mit dem Fahrrad, dem Ballon, der Rakete, ja sogar mit einem Mondmobil. Zu hören ist der erste Teil vom Sandmannlied. Dann wird eine Geschichte zur guten Nacht erzählt. Am Schluss ist wieder das Sandmännchen zu sehen. Es streut den Kindern Schlafsand ins Auge und winkt zum Abschied. Dazu ertönt der zweite Teil des Liedes.

Politisch

Manchmal wurde das Sandmännchen auch politisch vereinnahmt. So besuchte es z. B. die Nationale Volksarmee oder die Grenztruppen der DDR. Als es mit einem Heißluftballon anreisen sollte, war gerade zwei Familien aus Thüringen die Flucht mit einem solchen Ballon gelungen (Ballonflucht 1979). Kurzerhand wurde diese Sandmann-Folge gestrichen.

Der Abendgruß

Die kurze Geschichte war der "Abendgruß". Darin erschienen verschiedene Figuren. Besonders beliebt waren Pittiplatsch und Schnatterinchen, ein Kobold und eine Ente. Aber auch Herr Fuchs und Frau Elster, Flax und Krümel, Kasperle und Gretel, Annemarie und Brummel, Pünktchen und Felix, Rolf und Reni, Borstel oder der Wasserkobold Plumps erreichten geradezu Kultstatus. Die Figuren erschienen nach einem festen Wochenplan. So waren Schnatterinchen und Pittiplatsch z. B. immer samstags zu sehen.


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