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Der Schriftstellerverband


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III. Deutscher Schriftstellerkongress vom 22.-25. Mai 1952 in Berlin. Minister für Volksbildung Paul Wandel bei seiner Ansprache.
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Vorstandssitzung des Verbandes der Schriftsteller der DDR 1981: Der Präsident Hermann Kant erläutert dabei auch die Rolle der Schriftsteller bei der Erhaltung des Friedens.

1950 wurde in Ost-Berlin der "Deutsche Schriftstellerverband" gegründet. Zunächst gehörte er noch zum Kulturbund (eine der Massenorganisationen), ab 1952 war er eigenständig. Ab 1973 hieß er dann "Schriftstellerverband der DDR". Der Verband wurde vor allem als politischer Verband verstanden. So unterstand er der politischen Anleitung der SED und dem Ministerium für Kultur, das auch für seine Finanzierung sorgte.

Aufgaben und Organisation

Die Mitglieder verpflichteten sich, Werke im Stil des Sozialistischen Realismus zu schaffen und die "führende Rolle der Arbeiterklasse und ihrer Partei" anzuerkennen. Der Verband gab die Zeitschrift "neue deutsche literatur" (ndl) heraus. 1989 gehörten dem Schriftstellerverband 931 Mitglieder und 118 Kandidaten an. Bis 1989 fanden zehn Schriftstellerkongresse statt, auf denen auch der Vorstand gewählt wurde. Präsidenten waren Bodo Uhse (1950-1952), Anna Seghers (1952-1978) und Hermann Kant (1978-1990).

Der SED ergeben

Loyal bezeugte der Schriftstellerverband dann auch in politisch kritischen Situationen seine Ergebenheit zum System der DDR. So wurden die Niederschlagung der Aufstände vom 17. Juni 1953 und in Ungarn, der Mauerbau 1961 oder die Ausbürgerung von Wolf Biermann 1976 ausdrücklich begrüßt.

Ausschluss kritischer Autoren

Kritische Autoren wurden einfach aus dem Verband ausgeschlossen. Vor allem 1979 erntete diese Praxis weltweiten Protest. Zu den ausgeschlossenen Autoren gehörten Kurt Bartsch, Adolf Endler, Stefan Heym, Karl-Heinz Jakobs, Klaus Poche, Klaus Schlesinger, Rolf Schneider, Dieter Schubert und Joachim Seyppel.


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