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Musik in der DDR


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Logo des Plattenlabels Amiga (ab 1969)
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Spielerlaubnis der Grundstufe
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Single „Lieb mich so, wie dein Herz es mag“ von Chris Doerk und Frank Schöbel, Amiga, aus dem Jahr 1967.
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Popmusikveranstaltung zum 30. Jahrestag des Bestehens der DDR (1979)
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Der Liedermacher Gerhard Schöne auf dem Festival des politischen Liedes (1988)

Wie bei allen Künsten setzten der Staat und seine Partei, die SED, auch den Musikern Grenzen. Vor allem, wer Rockmusik machte oder als Liedermacher kritische Texte zum Besten gab, musste mit Nachteilen bis hin zum Auftrittsverbot rechnen. Doch sogar die Macher ernster Musik sahen sich der Zensur ausgesetzt.

Spielerlaubnis

Wer Berufsmusiker werden wollte, benötigte eine staatliche Ausbildung oder musste zumindest eine Prüfung ablegen. Auch wer nur in seiner Freizeit Musik machen und auftreten wollte, musste eine staatliche Spielerlaubnis beantragen. Als staatliches Plattenlabel deckte "Amiga" die breite Palette von Unterhaltungsmusik ab.

E-Musik: Klassische Musik

Die bekanntesten Komponisten der Neuen Musik in der DDR waren Hanns Eisler, Paul Dessau und Günter Kochan. Den Sozialistischen Realismus in der Musik vertraten vor allem Ottmar Gerster und Leo Spies, aber auch Ernst Hermann Meyer. Mehr dazu unter Klassik aus der DDR.

Schlager

Unterhaltungsmusik unterlag ebenfalls der Zensur. Schlager hatten jedoch kaum etwas zu befürchten, denn seichte Texte gehören zu ihren Markenzeichen. Bekannte Schlagersänger der DDR waren Frank Schöbel, Dagmar Frederic oder Ute Freudenberg. Es traten aber auch viele westdeutsche Schlagersänger in der DDR auf. Die Konzerte etwa von Udo Jürgens oder Roland Kaiser waren regelmäßig ausverkauft. Mehr zur Schlagermusik.

Beat- und Rockmusik

Westliche Beatmusik wurde in den 50er Jahren genauso verboten wie Rock'n'Roll. Nach der Entstalinisierung wurde sie kurze Zeit zugelassen, ehe Walter Ulbricht 1965 ein Verbot aussprach. Bands wie die "Sputniks" mussten sich dem Druck beugen und lösten sich auf. Unter Erich Honecker erfolgte eine Öffnung der Kulturpolitik, sodass sich nun auch Rockgruppen bildeten. Viel sangen auf Deutsch, wie die Gruppen Karat, City oder die Puhdys. Mehr zu Beat und Rockmusik.

Jazz und Blues

Als amerikanische Musik wurde auch der Jazz von der DDR-Kulturpolitik abgelehnt. 1970 allerdings gab man diesen Kurs auf und Jazz wurde zum festen und angesehenen Bestandteil der DDR-Musik. Ab Mitte der 1970er Jahre entwickelte sich unter der Jugend eine Anhängerschaft von Bluesmusik, die Blueserszene. Mehr zur Blueserszene.

Liedermacher

Die 68er-Bewegung hatte in der Bundesrepublik zahlreiche gesellschaftskritische Liedermacher hervorgebracht, die ihre eigenen Songs schrieben und sie auf Deutsch sangen. Auch in der DDR versuchten immer mehr Sänger, ihre Sicht der Dinge auf diese Art auszudrücken. Manche standen der SED nah, andere machten lautstark ihrem Unmut Luft. Die bekanntesten Liedermacher der DDR sind neben Wolf Biermann Kurt Demmler, Gerhard Schöne, Bettina Wegner, Gerulf Pannach, Christian Kunert und Stephan Krawczyk. Mehr zu Liedermachern.


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