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Deutschland am Boden


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Hungerwinter 1947. Wegen der katastrophalen Ernährungslage prostierten in Krefeld Tausende.
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General Marshall, Außenminister der USA

Im Zweiten Weltkrieg waren große Teile Europas verwüstet worden. Tausende von Menschen waren gestorben. Nicht nur Soldaten fielen im Kampf, auch von der zivilen Bevölkerung verloren viele ihr Leben bei Bombenangriffen. Weltweit starben etwa 50 Millionen Menschen.

Hunger und Kälte

Auch die Landwirtschaft war vernichtet worden und so wurden viel zu wenig Nahrungsmittel produziert. Alle litten Hunger. 1946 und 1947 waren zudem besonders harte Jahre, weil der Winter lange dauerte und besonders kalt war. Da es auch an Kohle mangelte, konnten die Menschen nicht einmal genügend heizen. Der Kälte hatten die Menschen kaum etwas entgegenzusetzen. Viele Menschen waren sogar obdachlos, weil so viele Häuser dem Bombenhagel zum Opfer gefallen waren.

Hilfe aus den USA: der Marshallplan

Diese Notlage sollte der Marshallplan beenden. Er wurde vom amerikanischen Außenminister Marshall entwickelt. Er sah vor, Deutschland (und ganz Westeuropa) mit Krediten, aber auch mit der Lieferung von Rohstoffen, Waren und Nahrungsmitteln bei der Versorgung der Bevölkerung und beim Wiederaufbau zu helfen.

Die USA und Großbritannien waren 1947 zu dem Schluss gekommen, dass Deutschland Reparationen erst leisten solle, wenn es dazu wirtschaftlich wieder in der Lage sei. Der Aufbau der Infrastruktur und der Wirtschaft war ihnen wichtiger.

Außerdem erschien ihnen der Marshallplan ein geeignetes Mittel,  den Kommunismus zurückzudrängen, indem die Staaten Westeuropas enger an die USA gebunden wurden und entsprechend zu Dank verpflichtet waren. Auch den osteuropäischen Ländern wurde Hilfe angeboten, um auch hier an Einfluss zu gewinnen.

Ablehnung bei der Sowjetunion

Die Sowjetunion ihrerseits forderte in ihrer Besatzungszone sofortige Reparationsleistungen. Sie wies den Marshallplan zurück und führte konsequent die Demontage durch: Industrieanlagen wurden abgebaut, um sie in der Sowjetunion wieder aufzubauen. Außerdem wies die Sowjetunion die von ihr beherrschten Staaten in Osteuropa an, keine Hilfe aus dem Marshallplan in Anspruch zu nehmen. So ging der Wiederaufbau im Osten wesentlich langsamer voran als im Westen.

Weiter zu: Die SMAD


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