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Es flimmert


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Der Schwarz-Weiß-Fernseher Clivia II FER858A der VEB Rafena Werke Radeberg von 1956
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Fernsehstandgerät FE855K "Forum" VEB RAFENA-Werke Radeberg, 1960
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Farbfernsehgerät "Color 20" vom VEB Fernsehgerätewerk Staßfurt, 1969

Am 16. November 1952 startete in der DDR der Verkauf von Fernsehgeräten. Der Fernseher mit dem Namen "Leningrad" war für 3500 Mark der DDR erhältlich - viel Geld bei einem monatlichen Durchschnittseinkommen von 300 Mark. So waren beim Start des Fernsehens am 21. Dezember dann auch erst 60 Geräte verkauft und empfangsbereit.

Immer mehr Fernseher

Das änderte sich jedoch schnell. Ende 1958 waren schon mehr als 300.000 Fernseher angemeldet. Ab dem 7. Oktober 1958 wurde das Vormittagsprogramm eingeführt, als "Programmwiederholung für Spätarbeiter". Besaßen 1960 erst 17 Prozent der Haushalte ein Fernsehgerät, waren es 1970 schon 69 Prozent.

In Farbe gucken

Am 3. Oktober 1969 erfolgte mit dem Startschuss des zweiten Programms auch die Übertragung des Farbfernsehens. Walter Ulbricht eröffnete es mit den Worten "Das II. Fernsehprogramm ist eröffnet". Das erste Programm sendete noch mehrere Jahre weiter in Schwarz-Weiß. In der Bundesrepublik war das Farbfernseh-Zeitalter schon im August 1967 eingeläutet worden.

Der erste in der DDR erhältliche Farbfernseher war der RFT Color 20/1. Er war nach einem französischen Gerät der erste Farbfernseher mit Volltransistor und übertraf somit technisch die Farbfernseher der Bundesrepublik. Der Color 20 kostete knapp 3700 Mark. Später wurden auch Geräte aus der Sowjetunion verkauft, "Rubin" und "Raduga".

SECAM

Die DDR entschied sich wie die Sowjetunion und viele andere osteuropäische Länder für die französische Fernsehnorm SECAM. In der Bundesrepublik dagegen wurde das PAL-System genutzt. Daher konnten DDR-Bürger das Westfernsehen mit DDR-Geräten nur in Schwarz-Weiß empfangen.

Bald aber fanden findige Bastler heraus, wie sie ihre Geräte mit PAL-Modulen umrüsten konnten. Noch später gab es dann Fernseher, die Farbe mit beiden Systemen empfingen, denn einige dieser Geräte wurden in den Westen verkauft. Der Aufwand wäre zu groß gewesen, zwei Geräteversionen herzustellen.


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