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Schwalbe, Spatz und Habicht


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KR 51, eine Original-"Schwalbe" von 1964
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MZ-Trophy-Mannschaft, DDR-Sportler des Jahres 1967
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Wiesel SR56

Jahrelang musste man nach der Bestellung eines Autos auf die Zuteilung warten. Um überhaupt motorisiert zu sein, griffen viele DDR-Bürger darum auf ein Motorrad zurück. Für den Transport größerer Gegenstände wurde dieses dann auch häufig mit einem Anhänger ausgestattet. Die bekanntesten Motorradmarken aus DDR-Herstellung waren Simson, MZ und IWL.

Kleinkrafträder von Simson

Die Firma Simson aus Suhl (Thüringen) stellte ab 1964 nur noch Kleinkrafträder, also Mopeds und Mofas, her. Von Simson stammt das bekannteste Modell, der Kleinroller "Schwalbe". Weitere Simson-Krafträder trugen ebenfalls Vogelnamen: Star, Spatz, Sperber oder Habicht. 1975 kam die ebenfalls sehr populäre S50 auf den Markt.

Motorräder von MZ

Ab 1962 durften Motorräder nur noch von der Firma MZ hergestellt werden, dem Motorradbau Zschopau. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden in Zschopau bei DKW so viele Motorräder gebaut wie sonst nirgends auf der Welt. Nachdem die gesamte Produktionsstätte als Reparationsleistung in die Sowjetunion abtransportiert worden war, stand der Motorradbau zunächst still.

1950 wurde die Produktion mit dem Vorkriegsmodell von 1939, RT 125, wieder aufgenommen und bis 1962 fortgeführt. Ab 1956 erhielten alle neuen Modelle den Namen "MZ", so auch die Baureihen ETS und TS. Weite Verbreitung fand dann ab 1985 die MZ ETZ. Mit MZ-Maschinen gelangen den DDR-Rennsportlern in den 1960er Jahren mehrere Siege in den Sechstagefahrten, einem internationalen Motorradrennen.

Motorroller von IWL

Das Industriewerk Ludwigsfelde (IWL) in Brandenburg entstand auf einem Grundstück der Daimler Benz Werke, die hier vor und während des Zweiten Weltkrieges Flugzeugmotoren gebaut hatten. 1952 wurden die IWL aufgebaut, 1955 lief der erste Motorroller vom Band. Bis 1962 wurden hier dann die Motorroller Pitty, Wiesel, Berlin und Troll gebaut. Danach wurde die Produktion auf Nutzfahrzeuge umgestellt.


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