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Wissenschaft und Technik


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Arzt beim Mikroskopieren (1976)
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Studenten der Medizin 1976
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Am Institut für Baustoffe in Weimar erforscht man den kostensparenderen Einsatz von Zement (1983)

Der Glaube an den Fortschritt war ein Grundelement der DDR-Ideologie. Um den Sozialismus aufzubauen, sollten laut Marx die "Produktivkräfte" gesteigert werden. 1964 wurde die Wissenschaft zur vierten Produktivkraft neben Kapital, Arbeit und Boden ernannt. Die Technik war damit ein wichtiger Bestandteil auf  dem Weg zum Kommunismus.

"Chemie bringt Brot – Wohlstand – Schönheit"

Walter Ulbricht drückte es auf einer Chemiekonferenz in Leuna schon 1958 so aus: "Chemie bringt Brot, wissenschaftlich-technischen Fortschritt, hohe Arbeitsproduktivität und Wohlstand für das ganze Volk." Zur Formel "Chemie bringt Brot – Wohlstand – Schönheit" verkürzt, kannte jedes Schulkind in der DDR diesen Satz.

Intelligenz aus der Arbeiterklasse

Vor allem aus den Reihen der Arbeiter als in der DDR herrschende Klasse sollte eine technische Intelligenz hervorgehen. So wurden junge Arbeiterkinder besonders gefördert und zu einem naturwissenschaftlichen oder technischem Studium aufgefordert. Die Studentenzahlen stiegen bis 1960 stark an.

Forschung

Geforscht wurde an den Universitäten und an Forschungsinstituten. Neben den staatlichen Instituten gab es auch ein privates, das von Manfred von Ardenne. Das größte der staatlichen Forschungsinstitute war die Akademie der Wissenschaften. Die Institute arbeiteten eng mit der Industrie zusammen. In großen Kombinaten (Zusammenschlüssen von Volkseigenen Betrieben - VEB) wurde auch eigene Forschung betrieben, z. B. im Kombinat Mikroelektronik in Erfurt oder im Kombinat Robotron in Dresden.

Das Niveau

Trotz großer Anstrengungen in Ausbildung und Forschung fehlte es der DDR an Spitzenforschern. Einerseits fehlten die finanziellen Mittel, andererseits auch der Zugang zur internationalen Wissensgemeinschaft. Die Zusammenarbeit mit den anderen Ländern des Ostblocks konnte dies nicht ausgleichen. So blieb die DDR z. B. bei der Entwicklung von Computerchips weit hinter der Konkurrenz aus dem Westen zurück.

Spionage

Abhilfe sollte hier Wirtschaftsspionage schaffen, also das Ausspionieren von Forschungsergebnissen in westlichen Ländern. Die Spionage brachte zwar tatsächlich Kostenersparnis ein, brachte die DDR aber dennoch nicht auf Weltniveau in der Wissenschaft.



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