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Hintergrundbild Epoche

Heimarbeit: viel Arbeit und wenig Lohn


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Eine ganze Familie widmet sich hier der Heimarbeit am Webstuhl.

Alternative Heimarbeit - auch nicht die beste Lösung!

Viele Frauen, die nicht als Arbeiterinnen oder Büroangestellte arbeiteten, verdienten mit Hilfe von Heimarbeit etwas dazu. Meist war das sehr viel Arbeit für wenig Geld. Vor allem die Bekleidungsbranche konnte nur mit Hilfe der Heimarbeit Waren herstellen. Auf den ersten Blick schien das für viele Frauen eine gute Lösung zu sein, denn sie konnten auf diese Weise Kinderbetreuung, Haushalt und bezahlte Arbeit unter einen Hut bringen. Genauer betrachtet war aber auch dies ein Teufelskreis.

Krank werden durften die Frauen nicht

Die Arbeit wurde sehr schlecht bezahlt, meist handelte es sich um Stückpreise und so blieben pro Woche 10 Mark als Ergebnis für die Frauen. Dafür schufteten die Näherinnen vom frühen Morgen bis in den späten Abend. Hält man sich die schlechten Lichtverhältnisse dieser Zeit vor Augen, so kann sich jeder vorstellen, wie hart die Arbeitsbedingungen waren. Um möglichst viel produzieren zu können, blieb nicht besonders viel Zeit für die Kinder. Ein Spaziergang an der frischen Luft konnte sich eine Heimarbeiterin meist nicht leisten. Aufstiegschancen hatte sie schon gar keine und wurde sie krank, dann konnte sie nichts verdienen.

Oft mussten die Kinder mitarbeiten oder Oma und Opa und alle Familienmitglieder, die sonst keiner geregelten Tätigkeit nachgingen, unterstützten die Mütter. Trotzdem blieb das finanzielle Ergebnis meist karg.


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