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Hintergrundbild Epoche

Warum heißt der Teddybär eigentlich Teddybär?


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Der geliebte Teddybär - hier als Briefmarkenmotiv.
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Auf diesem Foto siehst du die Firmengründerin Margarete Steiff, die aufgrund der Krankheit Kinderlähmung ihr Leben lang im Rollstuhl sitzen musste.
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Eine Nachbildung des Teddybärs, der im Steiffmuseum in Giengen ausgestellt ist.
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Auch der beliebte Mecki stammt aus dem Hause Steiff.

Die Tiere, die einen Knopf im Ohr haben, gehören zu der Familie der "Steifftiere", das sind Stofftiere, die schon eure Ururgroßeltern vielleicht zu Hause sitzen hatten. Die Erfinderin der Steifftiere war eine Frau mit dem Namen Margarete Steiff. Ihre Lebensgeschichte ist eng mit diesen Stofftieren verbunden und bis heute tragen die Tiere mit dem Knopf im Ohr ihren Namen.

Margarete Steiff war die "Erfinderin" der Steifftiere

Margarete Steiff wurde am 24. Juli 1847 in Giengen an der Brenz geboren. Sie war die Gründerin der weltweit bekannten, gleichnamigen Spielwarenfabrik Steiff.

Margarete hatte im Alter von eineinhalb Jahren Kinderlähmung, eine schlimme Krankheit, die man Mitte des 19. Jahrhunderts noch nicht heilen konnte. Die Folge der Krankheit war, dass Margarete nicht mehr laufen konnte.

Margarete war das dritte von vier Kindern und in die Schule sollte sie als behindertes Kind eigentlich gar nicht gehen. Dazu war sie auch noch Linkshänderin, denn Margarete konnte mit der rechten steifen Hand nicht schreiben. Auch dies war eine Folge der Kinderlähmung. Das "Gretle" - wie Margarete genannt wurde - saß meist in einem Leiterwagen und wurde, wenn sie Glück hatte, von den Geschwistern gezogen. Sie war sehr beharrlich und setzte durch, dass sie zur Schule gehen durfte und machte einen Schulabschluss. Viele Jahre später sollte sie einen Rollstuhl erhalten und damit unabhängiger werden.

Nähmaschinen waren auf dem Land ein kostbares Gut

Margarete machte eine Lehre als Schneiderin und schaffte sich eine Nähmaschine an. Das war zur Zeit vor der Jahrhundertwende etwas ganz Besonderes. Sie war die erste, die in ihrer Heimatstadt Giengen an der Brenz eine Nähmaschine besaß. Die Nähmaschine drehte sie übrigens um, da sie aufgrund ihrer steifen rechten Hand das Schwungrad nicht bedienen konnte. Margarete war ganz schön schlau, jetzt drehte sie die Maschine mit ihrer gesunden linken Hand.

Im Jahr 1880 kam sie auf die Idee, aus einem Filz-Nadelkissen, das die Form eines Elefanten besaß, ein "Elefäntle" zu machen und das lustige Tier ihren Nichten und Neffen zu schenken. Alle waren begeistert vom "Elefäntle" und wollten auch eines haben. So nähte sie auch andere Tiere für die Kinder. Aus dieser zufälligen Idee entwickelte sich ein Geschäft, das sie neben ihrer Näherei betrieb. Das Jahr 1880 war das Gründungsdatum ihrer Firma.

Die Geburtsstunde des Teddybären

1903 wurde ihr "Teddybär" geboren, der auch heute noch für die Marke der Firma Steiff steht. Der Teddy mit dem "Knopf im Ohr".

Die Idee hatte übrigens gar nicht sie selbst, sondern ihr Neffe. Das erste Modell wurde auf einer Spielwarenmesse in Leipzig vorgestellt. Gefallen daran fand ein Mann aus Amerika, der ihre gesamte Kollektion kaufte.
Der Teddybär hat seinen Namen übrigens von einem amerikanischen Präsidenten, nämlich Theodore Roosevelt, der auch "Teddy" genannt wurde. Er stand Pate für unseren geliebten Teddybär, der aus keinem Kinderzimmer mehr wegzudenken ist. Und den Knopf hat der Teddy deshalb im Ohr, damit man erkennt, er gehört zur Marke Steiff. Das ist ja noch heute so.

Auch nach dem Tod von Margarete Steiff wuchs ihre Firma weiter

Leider erlebte Margarete die Entwicklung ihrer kleinen Firma zum Weltunternehmen nicht mit. Sie starb schon 1909 mit 61 Jahren an einer Lungenentzündung. Ihre Firma hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt schon sehr gut entwickelt, weitere Erfindungen wie der "Mecki" waren dazu gekommen. Margaretes Verwandtschaft führte die Margarete Steiff GmbH weiter und bis heute sind die Steifftiere das Symbol für Plüschtiere überhaupt und man erkennt sie an...?

Richtig! Dem Knopf im Ohr.

Wenn du mehr über Spielzeug der Jahrhundertwende erfahren willst, kannst du das hier finden.


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