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Hintergrundbild Epoche

Die erste echte Familienzeitschrift


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Eine Seite aus der „Gartenlaube“ des Jahres 1895.
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Naturthemen waren ein äußerst beliebtes Thema der „Gartenlaube“.
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Mit der Zeit wurde die „Gartenlaube“ bunter.

Was lasen die Menschen um 1900 wirklich?

Wenn wir von der Jahrhundertwendeliteratur sprechen, so denken wir oft an berühmte Dichter wie Stefan George und Rainer Maria Rilke oder an Romanschriftsteller wie Thomas und Heinrich Mann. Aber nur ein kleiner Teil der Menschen der Zeit lasen genau diese Art von Literatur. Es handelte sich um Literatur für eine gebildete, akademische Schicht.

Bücher waren sehr teuer

Die meisten gaben sich mit einer anderen Form von Literatur zufrieden. Man hatte ja gar nicht so viel Zeit zum Lesen, viele Menschen arbeiteten hart und fast den ganzen Tag. Bücher waren auch sehr viel teurer als heute und für viele nicht erschwinglich.

Von allen geliebt: Die Gartenlaube

So gab es Zeitschriften, die billiger waren als Bücher. Die bekannteste und auch beliebteste war "Die Gartenlaube". Gegründet wurde "Die Gartenlaube" schon 1853 von Ernst Keil. Es sollte eine Zeitschrift sein, die sich in erster Linie den Naturwissenschaften widmete. Kennzeichen war, dass sich längere Texte als Einzelfolgen über mehrere Ausgaben erstreckten. Die Zeitschrift entwickelte sich zur Zeitschrift für die ganze Familie. Zu Beginn des Kaiserreiches lag die Auflage schon bei 310 000 Exemplaren.

"Die Gartenlaube" bekam ein "modernes Layout"

1903 übernahm ein Mann namens Adolf Kröner die Leitung der "Gartenlaube" und er sollte längere Zeit verantwortlicher Redakteur bleiben. Unter ihm wurde das Layout, die Grafik - d.h. das gesamte Aussehen der Zeitschrift - moderner, modern im Sinne der Zeit. Es gab mehr Bilder und man gewann neue Autoren. Der bekannte Schriftsteller Theodor Fontane schrieb genauso für "Die Gartenlaube" wie der Heimatdichter Ludwig Ganghofer. Später kaufte man noch weitere Zeitschriften dazu.

"Die Gartenlaube" wollte in erster Linie unterhalten

"Die Gartenlaube" wollte unterhalten und ihre Themen sollten die Leute ablenken. Politik durfte nicht vorkommen, auch Themen wie Ehescheidung nicht. Kleine Gedichte und harmlose Geschichten, Landschaftsschilderungen, historische Themen, Städtebeschreibungen bis zur Rolle des Staubes in der Natur und den Bauten der Termiten reichten die Themen.

Mit der Zeit wurde die Zeitschrift bunter und ähnelte schon sehr unserer Illustrierten. Die Bilder gewannen immer mehr an Bedeutung und die Texte waren dann nur noch Beiwerk.



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