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Hintergrundbild Epoche

Die ersten Welterfolge und Bestseller der Geschichte


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Der polnische Autor Henryk Sienkiewicz.
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Filmplakat zu "Quo vadis" aus dem Jahr 1912.
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Eine alte Ausgabe von Ben Hur.

Historische Romane waren sehr beliebt

Neben der Heimatdichtung waren in der Zeit um die Jahrhundertwende historische Romane bei den Lesern äußerst beliebt. Manche wurden später verfilmt. So wurde zum Beispiel der Roman des polnischen Autors Henryk Sienkiewicz (1846 - 1916) mit dem Titel "Quo vadis" zu einem Welterfolg. Der Roman spielt im Römischen Reich zur Zeit des Kaisers Nero. Im Mittelpunkt des Romans stehen die Anfänge des Christentums und vor allem die Verfolgung der Christen. Eine Liebesgeschichte kam auch noch dazu. Der Roman wurde zum Bestseller und in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Der Autor erhielt 1905 den Literaturnobelpreis, allerdings nicht für diesen Roman. "Quo vadis" wurde das erste Mal schon im Jahr 1902 verfilmt, damals noch als Stummfilm.

Ein Kampf um Rom

Bekannt und um die Jahrhundertwende äußerst beliebt war auch der deutsche Autor Felix Dahn (1834 - 1912), dessen erfolgreicher Roman "Ein Kampf um Rom" schon im Jahr 1876 erschien. Hier ging es um den Untergang des Ostgotenreiches. Sein wichtigstes Thema waren die Germanen und ihre Geschichte. Er war Mitglied im sehr konservativen Alldeutschen Verband und auch nationalistisch eingestellt. Seine vielen Romane und Erzählungen - Felix Dahn war ein Vielschreiber - belegten diese nationale und teilweise auch schon sozialdarwinistische Einstellung. Zu seiner Zeit und auch später - bei den Nationalsozialisten - zählte er zu den geschätzten Autoren und seine Bücher wurden gerne gelesen, da sie dem Geschmack der Zeit bzw. dem der Nationalsozialisten entsprachen. Trotzdem gilt der "Kampf um Rom" immer noch als bedeutender historischer Roman, der auch heute noch gelesen wird.

Das am zweithäufigsten gedruckte Buch?

Ein weiterer wichtiger historischer Roman war "Ben Hur" des amerikanischen Autors Lew Wallace (1827 - 1905), der schon 1880 erschien und zu einem der meist gelesenen Roman seiner Zeit gehörte. Erzählt wird die Lebensgeschichte eines jüdischen Prinzen namens Judah Ben Hur, der zu einer Galeerenstrafe verurteilt wurde und wieder in seine Heimat zurückkehrte, um sich gegen die römische Fremdherrschaft zur Wehr zu setzen. In seiner Originalfassung ist "Ben Hur" ein zutiefst christliches Buch, denn Ben Hur begegnete Jesus und übernahm den christlichen Glauben. Im 19. Jahrhundert war "Ben Hur" das Buch, das nach der Bibel am häufigsten gedruckt wurde.


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