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Hintergrundbild Epoche

Warum heißt es "Wihelminische Epoche"?


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Kaiser Wihelm II. als Kind mit seinem Vater Friedrich Wilhelm.
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Auf diesem Gemälde siehst du gut, wie selbstherrlich sich der Kaiser darstellen ließ.

Oft bezeichnet man den Zeitraum zwischen 1888 und 1918 auch als "Wilhelminische Epoche". So wie man die Zeit zuvor als "Zeitalter Bismarcks" sieht, ist man der Meinung, dass Kaiser Wilhelm II. dieser Zeit seinen persönlichen Stempel aufgedrückt hat.

Wie wichtig war der Kaiser wirklich?

Wichtig für diese Zeit war Kaiser Wilhelm II. auf jeden Fall. Viele Menschen sahen in "ihrem Kaiser" den Ausdruck für eine neue Zeit. Deutschland sollte innerhalb Europas, ja der Welt, eine wichtige Rolle spielen. Dafür stand der Kaiser und betonte dies immer wieder in seinen Reden. Dass er hierbei oft über sein Ziel hinausging, das Ausland beleidigte und auch seine Freunde und Berater, hat man ihm meist irgendwie dann doch verziehen. Nicht nur der Adel und das Bürgertum standen hinter Kaiser Wilhelm II., auch viele Arbeiter sahen in ihm einen tatkräftigen und entschlossenen Politiker. Er erfüllte die Erwartungen vieler Menschen seiner Zeit.

Was war das "persönliche Regiment" Kaiser Wilhelms II.?

Oft bezeichnete man das Regieren Wilhelms als "persönliches Regiment". Der Kaiser mischte sich in alles ein, vor allem auch in Dinge, die ihn nichts angingen. Dazu kam die Betonung seines Gottesgnadentums, was zu einem modernen Staat eigentlich gar nicht mehr passte. Besonders kritisch wurden seine Reden und Kommentare gesehen, die er immer wieder in seiner impulsiven Art von sich gab, vor allem zur Außenpolitik. Speziell in der Darstellung nach Außen hat er das Bild des Deutschen Reiches oft in ein sehr schlechtes Licht gerückt, denkt man an seine "Hunnenrede", an die "Krüger-Depesche" oder auch die "Daily-Telegraph-Affäre"

Der Reichstag als Affenhaus

Die Volksvertretung im Reichstag kümmerte Kaiser Wilhelm II. wenig. Am liebsten hätte er ganz ohne Volksvertretung regiert, aber das ging nicht. So musste er sich vor allem bei Entscheidungen über den Haushalt, das heißt über das Geld, das er für seine Pläne wie zum Beispiel den  Ausbau der Flotte benötigte, dem Parlament beugen. So bezeichnete er den Reichstag sogar einmal als "Reichsaffenhaus".


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