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Hintergrundbild Epoche

Das Zentrum steht in der Mitte


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Karl Friedrich von Svigny hat die Zentrumspartei 1870 gegründet.
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Wahlplakat der Zentrumspartei aus dem Jahr 1870.

Eine wichtige Rolle in der Parteienlandschaft Anfang des 20. Jahrhunderts spielte die so genannte Zentrumspartei. In dieser Partei sammelten sich in erster Linie Katholiken aus verschiedenen sozialen Schichten.

Bei den ersten Reichstagswahlen wurde das Zentrum zweitstärkste Partei

Gegründet wurde die Partei des Zentrums am 13. Dezember 1870. Der erste Vorsitzende der "Fraktion des Zentrums" war Karl Friedrich von Savigny (1814 - 1875).
Bei den ersten Reichstagswahlen kam die Partei immerhin schon auf 18,6 Prozent der Stimmen und war somit die zweitstärkste Fraktion im Reichstag. Die stärkste Fraktion war die Nationalliberale Partei. Siehe auch: Parteien zur Kaiserzeit.

Bismarck war kein Freund der Zentrumspartei

Das Zentrum stand politisch zwischen den Sozialdemokraten und den Liberalen sowie den konservativen, nationalen Parteien. Bismarck war das Zentrum wegen seiner katholischen Einstellung ein Dorn im Auge und er ging während seiner Kanzlerschaft gegen das Zentrum vor. Bismarck setzte sich für eine strengere Trennung des Staates und der Kirche ein und wollte vor allem auch den Einfluss des Papstes zurückdrängen. Aber auch die Liberalen konnten sich mit vielen Ideen des Zentrums nicht so recht anfreunden, denn auch sie sahen im Papst eine Person, die völlig rückständig dachte. So waren die Katholiken während des "Kulturkampfes"  Reichsfeinde.

Das Zentrum wählten Menschen unterschiedlichster Herkunft

Anders als die meisten Parteien wurde das Zentrum von Menschen unterschiedlicher Herkunft gewählt. Ein katholischer Arbeiter konnte ebenso das Zentrum wählen wie ein Fabrikant oder Rechtsanwalt, wenn er denn katholisch war.

Vor allem nach dem Rückzug Bismarcks aus der Politik 1890 wandelte sich auch die Zentrumspartei. Sie versuchte vor allem durch Aufklärungsarbeit und viel Information die Arbeiter zu erreichen und engagierte sich im sozialen Bereich wie in der Fürsorge. Das Zentrum unterstützte auch die Politik der Reichsregierung. Allerdings kam es ab 1890 auch immer wieder zu Streitereien, da diese Partei so viele verschiedene Menschen und Gesellschaftsschichten ansprach. So vertraten die Arbeiter in der Partei andere Interessen als der bürgerliche Anteil oder die Handwerker.

Doch während des Ersten Weltkrieges unterstützte das Zentrum Kaiser Wilhelm II. und das Militär. Das Zentrum war wie die meisten anderen Parteien auch national und patriotisch eingestellt.

Mehr zum Zentrum während der Weimarer Republik.



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