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Hintergrundbild Epoche

Das Leben der Soldaten im Ersten Weltkrieg


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In solchen Gräben mussten die Soldaten ausharren.

Das Leben von vielen Männern wurde durch den Ersten Weltkrieg geprägt und verändert. Gleichgültig, ob sie als hohe Offiziere oder einfache Soldaten in den Krieg zogen, alle litten unter der Situation, trotz der anfänglichen Begeisterung beim Ausbruch des Krieges. Als der Krieg begann, hatten fast alle europäischen Staaten eine Armee, die aus Wehrpflichtigen bestand.

Großbritanniens Armee bestand größtenteils aus Freiwilligen

Nur die Armee Großbritanniens setzte sich aus Freiwilligen zusammen, das war aber eine Ausnahme. Auch die britischen Soldaten glaubten, Weihnachten 1914 wieder zu Hause sein zu dürfen. Deshalb waren auch sie genauso wie viele deutsche Soldaten begeistert. Doch viele Soldaten hatten noch nie in ihrem Leben ein Gewehr in der Hand gehabt. Im Laufe des Krieges kamen dann noch einmal eine Menge Freiwilliger dazu.

Einen "echten Krieg" konnte niemand so richtig vorstellen

Dazu kam, kaum ein Soldat, der jetzt in den Krieg zog, hatte schon einmal in einem "echten" Krieg gekämpft. Der Beginn des 20. Jahrhunderts war zumindest in Mitteleuropa eine Zeit des Friedens. Ausnahme waren die Kolonien, denn auch dort kämpften Soldaten. England und Frankreich zogen auch viele Männer aus den Kolonien ein.

Leben unter Tage als Maulwurf

Sehr schnell erlahmte der Krieg im so genannten Stellungskrieg. Alle Begeisterung des Anfangs verflog hier sehr schnell. Die Soldaten lebten in Schützengräben und führten ein Leben bis zu zehn Meter unter der Erde. Sie mussten sich wie Maulwürfe vergraben und dann warten, warten und wieder warten. Die hygienischen Verhältnisse waren schlecht, es war schmutzig, stank schrecklich und die Soldaten wurden von Ungeziefer, wie Läusen und Flöhen, geplagt. Dazu kam die Angst vor dem nächsten Angriff, dem nächsten Feuergefecht, bei dem wieder viele sterben oder verwundet werden würden. Diese Gefühle galten für alle Soldaten, gleichgültig auf welcher Seite sie kämpften.

Sogar die Post wurde kontrolliert

Oft konnten die Soldaten gar nicht berichten, was sie alles erlebten. Es gab eine Postüberwachungsstelle, die kontrollierte, dass die Soldaten über Siege schrieben und nicht über ihren schlimmen Alltag. Auch die Frauen in der Heimat sollten keine "Jammerbriefe" schreiben, denn diese könnten die Männer an der Front ja verstimmen und ihren Kampfgeist lähmen. Trotzdem kamen immer wieder Briefe durch, die doch über die Wirklichkeit, das Leid, die Angst und die Sorgen der Menschen berichteten.


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