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Hintergrundbild Epoche

Der Kriegsalltag ist hart


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Soldaten in einem Schützengraben während des Ersten Weltkrieges.
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Auf viele Soldaten wartete im Schützengraben der Tod.
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Viele Frauen arbeiteten in der Landwirtschaft, hier Frauen und Kinder beim Laubheusammeln im Jahr 1918.

Im Ersten Weltkrieg gab es sehr viele Tote, aber auch eine große Anzahl an Verwundeten. Eine genaue Zahl kennt man nicht, aber man schätzt, dass 21 Millionen Menschen während des Krieges verwundet wurden.

In den Schützengräben wurden viele Menschen schwer verwundet

Viele Verwundete gab es in den Schützengräben. Diese wurden zunächst von Sanitätern in den Gräben selbst behandelt. Wenn möglich und vorausgesetzt, sie waren überhaupt transportfähig, brachte man sie im Anschluss zu den Truppenverbandsplätzen, die meist hinter der Front lagen. Doch viele Soldaten starben nicht nur an den Verwundungen, sondern an den Krankheiten, die sich in der Enge schnell ausbreiteten.

Viele Menschen wurden traumatisiert. Das bedeutet, dass sie das Geschehene nur schwer verkraften konnten. So wurde ihre Seele krank und sie litten an schweren Albträumen, an Nervenschocks oder Erschöpfungszuständen. Es gab Soldaten, die ihre Erlebnisse in den Schützengräben gar nicht verarbeiteten und ihr ganzes Leben lang darunter litten.

Frauen übernahmen zu Hause die Rolle der Männer

Während ihre Männer im Krieg kämpften und an die Fronten im Osten und Westen zogen, übernahmen viele Frauen deren Platz in der Heimat. Durften die meisten Frauen um die Jahrhundertwende nur in ganz bestimmten Berufen arbeiten, so änderte sich die Einstellung, denn sie wurden plötzlich dringend benötigt. So arbeiteten viele Frauen zum Beispiel in den zahlreichen Rüstungsbetrieben und produzierten Munition für die Front. Das waren sehr gefährliche Arbeiten und nicht wenige Frauen wurden verletzt oder starben.

Die Frauen fuhren schwere Lastwagen und übernahmen wichtige Aufgaben in der Verwaltung. An der Front selbst kämpften wenige Frauen, dafür versorgten und pflegten sie die Verletzten. Sie übernahmen aber genauso die Aufgaben der Männer auf den Feldern und in der Landwirtschaft. Das Ansehen vieler Frauen und vor allem der Frauenarbeit stieg für kurze Zeit. Nach dem Krieg konnte man die Zeit zwar nicht ganz zurückdrehen, aber trotzdem übernahmen die Männer jetzt in vielen Bereichen wieder die Aufgaben, die die Frauen im Krieg problemlos gemeistert hatten.

Die Armut wuchs von Tag zu Tag

Viele Familien lebten in Armut, auch wenn der Staat an die Familien eine Kriegsunterstützung zahlte, so war das meist viel zu wenig Geld, da die Lebenshaltungskosten, also die Kosten, die für Miete, Essen, Kleidung usw. anfielen, stetig anstiegen. In der Folge verloren auch viele Familien ihre Wohnungen, weil sie die Miete nicht mehr zahlen konnten. Auch wurde der Hunger von Kriegsmonat zu Kriegsmonat größer. Besonders schlimm war die Situation in den Kriegswintern, in denen man nicht auf Obst und Gemüse zurückgreifen konnte und es fast gar nichts Frisches mehr zu kaufen gab. Die Menschen ernährten sich zeitweise nur noch von Kartoffeln, bis auch diese ausgingen. Viele Kinder mussten hungern und starben an den Folgen der schlechten Ernährung. 


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