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Hintergrundbild Epoche

Zwangsarbeiter


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Hier siehst du den „Auslandspass“ eines 16-jährigen polnischen Jungen, der in einer Uhrenfabrik als Zwangsarbeiter arbeiten musste.

Was waren eigentlich die Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg?

Die ersten Zwangsarbeiter kamen schon nach der Eroberung Polens nach Deutschland und wurden zunächst in der Landwirtschaft, später in den Rüstungsfabriken eingesetzt. Für die polnischen Juden gab es schon im Oktober 1939 eine Pflicht zur Zwangsarbeit. Der Bedarf an Arbeitskräften in der Rüstung war ungemein groß.

Zwangsarbeiter waren nicht nur Kriegsgefangene

Bis Ende des Krieges arbeiteten zehn bis zwölf Millionen Zwangsarbeiter in Deutschland. Wie der Begriff "Zwang" schon sagt, kamen diese Menschen nicht freiwillig, sondern sie wurden zur Arbeit gezwungen. Doch nicht nur Kriegsgefangene - also Soldaten - wurden eingesetzt, auch Zivilisten kamen zum Einsatz. Die wenigsten freiwillig, meist wurde eine regelrechte Jagd auf die Menschen in den besetzten Kriegsgebieten gemacht, diese eingefangen und zum Arbeitseinsatz transportiert.

Kein gutes Leben für Zwangsarbeiter

Die Arbeitsbedingungen waren sehr unterschiedlich und hingen vom Einsatzbereich der Zwangsarbeiter ab. Zum einen waren sie in der Rüstung und Industrie beschäftigt, aber auch beim Straßenbau und in der Landwirtschaft. Einige arbeiteten in privaten Haushalten. Wie sie behandelt wurden, hing davon ab, wie der Arbeitgeber sie behandeln wollte. Arbeiteten sie in den Fabriken, so mussten sie oft in Baracken hausen, in denen die Versorgung sehr schlecht war. Wer krank wurde, konnte meistens nicht auf eine medizinische Behandlung hoffen.

Einsatz als Kindermädchen

Wer privat untergebracht war, hatte vielleicht sogar Glück. Oft wurden vor allem Zwangsarbeiterinnen als Kindermädchen eingesetzt. Die Garantie für eine gute Behandlung gab es aber auch da nicht. Auch diese wurden oft ausgenutzt.

Zwangsarbeiter durften sich nicht frei bewegen und keinen Kontakt zu Deutschen aufnehmen. So war es auch schwer, ihnen zu helfen, selbst wenn der ein oder andere Deutsche die schlechte Behandlung der Zwangsarbeiter nicht gut hieß und die Zwangsarbeiter menschlich behandelte.

Wer waren die "Ostarbeiter"?

Mitte bis Ende 1944 war ein Viertel der deutschen Arbeitskräfte Zwangsarbeiter. Die meisten kamen aus Polen und der Sowjetunion. Diese Arbeiter hießen auch Ostarbeiter.

In folgendem Video der Deutschen Welle erfährst du einiges über das Leben der Zwangsarbeiter und vor allem über ihr Schicksal nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Lange mussten sie auf eine Entschädigung erwarten und viele warten heute noch.

Mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Welle


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