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Hintergrundbild Epoche

Was ist die Kinderlandverschickung?


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Hier siehst du Kinder beim Spielen, die an die Ostsee auf die Insel Usedom verschickt wurden.
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Gymnastik und Sport wurden auch während der Kinderlandverschickung groß geschrieben.

Kurz nach der Jahrundertwende, um 1910, erwuchs die Idee, Kinder aufs Land zu schicken. Man wollte erreichen, dass sich Kinder aus der Stadt und vom Land besser kennen lernten. 

Landluft machte gesund - schon damals

Außerdem macht Landluft ja bekanntlich gesund. Die kränkelnden Stadtkinder hatten die Gelegenheit, nun endlich mal frische Luft zu schnappen. Viele Kinder nahmen an diesen Maßnahmen teil.

Ab in den Schwarzwald ...

In den 30er Jahren, als die Nationalsozialisten schon an der Macht waren, übernahm man diese Idee. Die NS-Volkswohlfahrt setzte die Kinderlandverschickung fort. So kamen Kinder aus dem Süden auch mal in den Norden, Kinder aus dem Westen in Osten. Viele Kinder aus dem Ruhrgebiet, in dem das Klima nicht allzu gesund war, reisten zum Beispiel in den Schwarzwald. Die meisten Kinder fanden das auch gut. Du musst dir vorstellen, dass sich zu dieser Zeit die wenigsten Urlaubsreisen leisten konnten. Es war gar nicht üblich, die Ferien irgendwo anders zu verbringen. 

Von Zuhause weg

Die Kinderlandverschickung ist im Rahmen der Propagandamaßnahmen der Nationalsozialisten zu sehen. So konnten sie behaupten, etwas für die Volksgesundheit und vor allem für die Kinder zu tun. Oft waren die Kinder über längere Zeit von Zuhause weg und konnten so ganz im Sinne des Nationalsozialismus beeinflusst werden.

Erweiterte Kinderlandverschickung

Nach Kriegsausbruch bekam die Kinderlandverschickung noch einmal eine andere Bedeutung, denn es wurden Mütter mit ihren Kindern aus den kriegsgefährdeten Gebieten in weniger gefährliche Regionen geschickt. Das nannte man "erweiterte Kinderlandverschickung" oder auch "Mutter-und-Kind-Verschickung".



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