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Hintergrundbild Epoche

Der Lehrplan


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Sportunterricht und Bewegung wurden in der Schule sehr wichtig.
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Hier siehst du eine Illustration aus einem rassekundlichen Lehrbuch aus dem Jahr 1935. Das Buch zeigt, wie ein Arier genau auszusehen hatte.

Bis 1936 änderte sich bezüglich des Lehrplans noch nicht viel an den deutschen Schulen. Bis zu diesem Zeitpunkt ging es darum, unliebsame kritische Lehrer zu entfernen. Doch ab 1936/37 versuchte man stärker auf die Lerninhalte Einfluss zu nehmen und den Lehrplan zu ändern. Im Lehrplan steht - das ist ja auch heute noch so - das, was die Lehrer ihren Schüler beizubringen hatten.

Sportunterricht wurde sehr wichtig

Ab 1937 änderte sich der Lehrplan. Besonders wichtig wurde der Sportunterricht, der sogar an fünf Stunden pro Woche stattfand. Allgemein trat die geistige Erziehung hinter der körperlichen Ertüchtigung durch den Sport zurück. So äußerte Adolf Hitler in seinem Buch "Mein Kampf" Folgendes:
          
"Der völkische Staat hat in dieser Erkenntnis seine gesamte Erziehungsarbeit in erster Linie nicht auf das Einimpfen bloßen Wissens einzustellen, sondern auf das Heranzüchten kerngesunder Körper. Erst in zweiter Linie kommt dann die Ausbildung der geistigen Fähigkeiten." [Adolf Hitler, Mein Kampf]

Mathematik im Nationalsozialismus

Für den Krieg benötigte das Deutsche Reich keine gebildeten Jugendlichen, sondern sportlich durchtrainierte Körper.
Religionsunterricht gab es immer weniger und am Ende gar nicht mehr. Sogar in den Mathebüchern wurde die nationalsozialistische Ideologie aufgegriffen. Eine Aufgabenstellung konnte zum Beispiel so aussehen:

„Ein Irrenhaus kostet 10 000 Reichsmark, wie viele deutsche Familien könnten davon eine Wohnung bekommen?“. Mit einer solchen Frage sollte Wut auf behinderte oder psychisch Kranke Menschen geschürt werden, deren Versorgung den deutschen Familien das Recht auf eine Wohnung absprach, weil sie so viel kostete. Eine andere Aufgabe lautete z.B.: "Wie viele Bomben sind nötig, um das Zentrum von Paris/London usw. zu zerstören?"

Germanische Heldensagen waren der "Hit"

Schlimm wurde es auch im Fach Deutsch. Viele moderne und bekannte Schriftsteller durften nicht mehr gelesen werden. Dafür standen jetzt die germanischen Heldensagen auf dem Lehrplan. Fremdwörter wurden eingedeutscht.
In Geschichte sollte sich der Unterricht auf deutsche Geschichte beschränken und  im Mittelpunkt standen die Leistungen der Deutschen und der "nordischen Rasse".

Im Biologieunterricht kam die Rassenkunde hinzu, genauso wie die so genannte Vererbungslehre.

Doch trotz aller Versuche der Nationalsozialisten war der Einfluss auf die Schule nicht so groß wie erwartet. Deshalb begann man, spezielle Schule im Ausleseverfahren zu gründen wie die Adolf-Hitler-Schulen, oder die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten, kurz auch "Napola" genannt.


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