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Hintergrundbild Epoche

"Der Hitlerjunge Quex"


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Eine solche Uniform könnte auch der Hitlerjunge Quex getragen haben.

Der Spielfilm "Der Hitlerjunge Quex" ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Nationalsozialisten versucht haben, die Jugend zu beeinflussen. Der Film trug den klingenden Untertitel "Ein Film vom Opfergeist der deutschen Jugend". Es war eindeutig ein Propagadafilm der schlimmsten Sorte. Er sollte vor allem für die Hitler-Jugend werben. Der Film "Hitlerjunge Quex" war übrigens einer der ersten Propagandafilme der Nationalsozialisten. Man hat ihn sogar mit der Auszeichnung "Künstlerisch besonders wertvoll" versehen.

Der Hitlerjunge Quex hatte ein reales Vorbild

Die Held dieses Films war ein Junge, der ein reales Vorbild besaß, nämlich Herbert Norkus. Dieser Herbert wurde von Kommunisten getötet und in der Folge von den Nationalsozialisten als Symbol für besonders mutigen Einsatz für ihre Idee verwendet. Seine Figur wurde zum Hitlerjungen Quex bzw. zum Heini Völker. Sein Vater steht parteipolitisch links, ist also kein Nationalsozialist. 

Seine Mutter ist weitgehend unpolitisch. Heinis Vater wünscht, dass er sich den Kommunisten anschließt und Heini besucht auch eine kommunistische Jugendgruppe. Diese wird im Film als ziemlich mies, unmoralisch und die Jugend verderbend dargestellt, so jedenfalls erlebt es der Junge bei einem gemeinsamen Ausflug mit den Kommunisten.

Der gute Hitlerjunge als Gegenbild zum bösen Kommunisten

Das pure Gegenteil, so wollte es der Film zeigen, war die Hitlerjugend. Hier ging es um Helden, um Lagerfeuer, Gemeinschaft, ganze Kerle und alles, was Jungs im Alter von Heini so ansprach. Es herrschten Sitte und Ordnung, wie es so schön hieß. Das gefiel dem Heini sehr. Eine kommunistische Jugendgruppe plante eine Aktion gegen die Hitlerjugend und Heini wurde verdächtigt, diesen Anschlag mit organisiert zu haben, was natürlich so nicht stimmte. Er entging nur knapp den Tode, wurde Mitglied der Hitler-Jugend und am Ende dann doch von den Kommunisten ermordet, als er Wahlplakate für die NSDAP verteilte.

Somit wurde er zum Helden, der den Jugendlichen als leuchtendes Beispiel für die deutsche Jugend vorgesetzt wurde.


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