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Hintergrundbild Epoche

Leni Riefenstahl


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Leni Riefenstahl, Aufnahme aus dem Jahr 1928.
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Hitler schätzte die Regisseurin sehr.

Leni Riefenstahl (1902-2003) war eine bekannte Tänzerin, Schauspielerin, Regisseurin und später auch Fotografin, die durch ihre Nähe zum Nationalsozialismus und ihre persönliche Bekanntschaft mit Adolf Hitler äußerst umstritten war und ist.

Leni Riefenstahl drehte nationalsozialistische Propagandafilme

Sie hat viele Filme gedreht, die vor allem den Nationalsozialismus  in einem positivem Licht erscheinen ließen. Der Film Triumph des Willens rückte die Nürnberger Parteitage mit Paraden, Aufzügen und Reden in den Mittelpunkt. Für ihren Parteitags-Film erhielt sie von der Reichskulturkammer in der Berliner Staatsoper den "Nationalen Filmpreis 1934/35".

Dieser Film wurde zu einem der bekanntesten Filme der nationalsozialistischen Propaganda. 1935 drehte sie einen weiteren Propagandafilm über die Wehrmacht, der unter dem Titel "Tag der Freiheit - unsere Wehrmacht" erschien.

Olympia

In einem weiteren Propagandafilm namens "Olympia" dokumentierte Leni Riefenstahl die Olympischen Spiele, die von den Nationalsozialisten ebenfalls zur Propaganda verwendet wurden. Für diesen Film setzte sie modernste Technik ein und rückte vor allem die Schönheit der Körper der Sportler in den Vordergrund. Starke, schöne, kraftvolle Helden entsprachen dem Ideal, das die Nationalsozialisten vom Mann hatten.

Vor allem der Körper des Olympiagewinners Jesse Owens rückte in den Mittelpunkt. Nur entsprach dieser nun gar nicht den Vorstellungen des Propagandaministeriums, denn dieser Sportler und Gewinner von vier Goldmedaillen war von schwarzer Hautfarbe.

Riefenstahls Olympiafilme wurden auch international anerkannt und erhielten bei den Filmfestspielen in Venedig 1938 den ersten Preis, also eine hohe Auszeichnung für eine Regisseurin. Sie bekam sogar noch nachträglich vom Internationalen Olympischen Komitee eine Goldmedaille verliehen. In den Jahren 1949/1941 drehte sie noch einmal einen Film mit dem Titel "Tiefland", bei dem Sinti und Roma aus Konzentrationslagern als Statisten herhalten mussten.

Reni Riefenstahl blieb umstritten

Nach 1945 blieb die Regisseurin umstritten. Sie selbst sah sich nie als Nationalsozialistin, sondern immer nur als Künstlerin. Auch leugnete sie, Propaganda für die Nazis gemacht zu haben. Für sie war immer die Kunst das Wichtige und nicht die Propaganda. Leni Riefenstahl lebte bis 2003, wurde also über 100 Jahre alt.



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