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Hintergrundbild Epoche

Und was läuft heute im Kino?


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Marika Rökk war ein beliebter Filmstar in den 30er und 40er Jahren und trat in vielen Tanz- und Liebesfilmen auf.
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Zarah Leander stammte aus Schweden und war auch in Deutschland äußerst beliebt, mehr als in ihrem Heimatland.

Kinofilme, die aufdringlich Werbung für die Nationalsozialisten machten, schätzte das deutsche Publikum nicht besonders. 1933 kam zum Beispiel der Film "SA-Mann-Brand" in die Kinos, den kaum einer sehen wollte. Man hatte genug von Aufmärschen, im Kino wollte sich das Publikum in erster Linie unterhalten.

Liebesfilme, Komödien und Abenteuer

Vor dem eigentlichen Kinoprogramm wurden die so genannten Wochenschauen gezeigt, die Hitlers Leistungen lobten und die Erfolge der Wehrmacht im Krieg feierten. Erst danach gab es einen Kinofilm. Komödien schaute man genauso gerne wie Liebesfilme, und wer Spannung schätzte, schaute sich einen Abenteuerfilm an. 

Die Schauspieler, die schon vor 1933 beliebt und bekannt waren, spielten weiterhin, sofern sie keine Juden waren. Alle Juden wurden aus dem Filmbetrieb ausgeschlossen. Viele jüdische Schauspieler oder auch Regisseure mussten auswandern.

Beliebte Schauspieler

Beim Publikum beliebt waren Schauspieler wie Hans Albers und Heinz Rühmann. Man schätzte auch die Schauspielerin und Sängerin Zarah Leander, die aufgrund ihres selbstbewussten und unabhängigen Auftretens so gar nicht in das Frauenbild der Nazis passte, vom Publikum aber gemocht wurde. Auch Marika Rökk wurde geliebt und geschätzt. 

Keine Nazibilder in den Filmen

In den Unterhaltungsfilmen kamen kaum oder gar keine Nazis vor. Hier hingen keine Hitlerbilder an der Wand und niemand wurde von der SA oder SS verhaftet. Die Welt war schön, im schlimmsten Falle verließ der Held die Heldin oder umgekehrt. Das war zwar traurig, aber gar nichts im Vergleich dazu, was um die Menschen herum vorging. Das wollten sie im Kino vergessen. Das wussten die Nationalsozialisten, deshalb ließen sie diese Filme drehen.

Alle rannten ins Kino

Das Kino konnte sich vor Besucherströmen gar nicht retten. Auch im Krieg gingen die Leute ins Kino, im Jahr 1942 lagen die Besucherzahlen bei einer Milliarde. Damit du einen Vergleich hast: Heute gehen pro Jahr circa 200 Millionen Menschen ins Kino. Gut, wir haben natürlich auch sehr viele Alternativen zum Kino, das hatten die Leute damals nicht.

Amerikanische Filme wurden bis zum Kriegsbeginn gezeigt

Lange Zeit zeigte man auch Filmproduktionen aus Hollywood und die Leute lachten über Dick und Doof und bewunderten den damaligen Filmstar Clarc Gable oder die berühmte Greta Garbo. Doch nach dem Kriegseintritt der USA wurden amerikanische Filme verboten und nur noch deutsche Unterhaltungsfilme gezeigt.



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