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Hintergrundbild Epoche

Die "Glotze" und das erste regelmäßige Fernsehprogramm


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Fernsehapparat mit Fernsehbild des Senders Paul Nipkow.
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Fernsehempfänger aus dem Jahr 1936.

Bis ein Fernsehapparat in jedem Haushalt stand und hunderte von Programmen Tag und Nacht gesendet wurden, dauerte es noch eine Weile.

Erstes Fernsehprogramm

Doch schon am 22. März 1935 wurde im Reichspostministerium in Berlin das erste regelmäßige Fernsehprogramm der Welt ausgestrahlt. Dies machte ein fahrbarer 30-KW-Sender der Firma AEG möglich, der speziell für die Reichspost entwickelt worden war. Es war dadurch möglich geworden, dass dreimal pro Woche Sendungen von 90 Minuten in aller Öffentlichkeit gezeigt werden konnten. Die erste Fernsehübertragung gab es sogar schon etwas früher im April 1934 in der Berliner Krolloper. Am 9. April 1935 wurde dann die erste Fernsehstube eingerichtet.

Der Sender erhielt den Namen "Fernsehsender Paul Nipkow". Paul Nipkow war der Erfinder der Nipkow-Scheibe, die eine Wiedergabe eines Bildes überhaupt möglich machte.

Senderadius von 60 bis 80 Kilometern

Vor allem während der Olympischen Spiele im August 1936 wurde der Sender bedeutsam. Allerdings sendete er nur im Berliner Umkreis von 60 bis 80 Kilometern. Fernsehgeräte hatten sich noch nicht durchgesetzt oder wurden nur in geringen Stückzahlen produziert. Vor allem Nazigrößen und Parteigenossen hatten einen richtigen Fernsehapparat, der in den 30er Jahren noch sehr teuer war.

"Public Viewing"

Der Durchschnittsbürger konnte sich das gar nicht leisten. Doch er konnte in eine Fernsehstube gehen und dort Fernsehen schauen. Da war vielleicht so ähnlich wie heute das "Public Viewing" bei Fußballspielen. Das Programm blieb allerdings sehr begrenzt und diente in erster Linie der nationalsozialistischen Propaganda.

Plan eines Einheitsfernsehgeräts scheiterte

Um die Propaganda zu erweitern, plante man - nach dem Vorbild des Volksempfängers, also des Radios - ein Einheitsfernsehgerät herzustellen, das zu einem Preis von 650 Reichsmark zu kaufen sein sollte. Wenn man bedenkt, dass der Volkswagen circa 1000 Reichsmark kosten sollte, war dies für die damalige Zeit sehr viel Geld. Doch es kam nicht zur Produktion von größeren Mengen an Fernsehapparaten und nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden Geräte fürs Militär wichtiger.


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